Airbnb Aktie: Evercore sieht Potenzial

Evercore ISI stuft Airbnb nach durchwachsenen Quartalszahlen auf 'Outperform' hoch. Neue Buchungsfunktionen und strategische Erweiterungen sollen ab 2026 das Wachstum beschleunigen.

Airbnb Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue 'Reserve Now, Pay Later'-Funktion zeigt positive Effekte
  • Umsatz im vierten Quartal übertrifft Erwartungen
  • Strategische Öffnung für Boutique-Hotels in Großstädten
  • Starker Free Cashflow finanziert Aktienrückkäufe

Die Airbnb-Aktie steht nach durchwachsenen Quartalszahlen im Fokus der Analysten. Evercore ISI stufte den Titel am Freitag von „In Line“ auf „Outperform“ hoch und setzt ein Kursziel von 145 Dollar. Aktuell notiert die Aktie bei 115,96 Dollar – das entspricht einem möglichen Aufwärtspotenzial von rund 25 Prozent.

Die Hochstufung erfolgt nach einem schwierigen Jahr für den Ferienvermietungs-Giganten. 2025 musste die Aktie einen Rückgang von 14,56 Prozent hinnehmen. Doch Evercore sieht nun eine Trendwende.

Produktverbesserungen als Wachstumstreiber

Die Analysten begründen ihre positive Einschätzung mit einer Reihe von Produktinnovationen, die ab 2026 Wirkung zeigen sollen. Besonders die im Sommer 2025 eingeführte „Reserve Now, Pay Later“-Funktion zeigte bereits im vierten Quartal 2025 deutliche Effekte. Gäste können nun in den USA bei qualifizierten Unterkünften ohne Vorauszahlung buchen.

Das Ergebnis: längere Buchungsvorlaufzeiten und eine Verschiebung hin zu größeren, höherpreisigen Häusern. Vor allem Objekte mit vier oder mehr Schlafzimmern profitierten. Die Funktion wird 2026 auf weitere Märkte ausgerollt.

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Weitere Wachstumshebel sieht Evercore in der internationalen Marktlokalisierung, dem Ausbau von Erlebnissen und Services sowie KI-gestützter Suche. Auch flexiblere Stornierungsbedingungen und eine vereinfachte Gebührenstruktur sollen zum Umsatzwachstum beitragen.

Q4-Zahlen: Umsatz über, Gewinn unter Erwartungen

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 fielen gemischt aus. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar und übertraf damit die Schätzung von 2,71 Milliarden Dollar. Beim Gewinn je Aktie enttäuschte Airbnb jedoch: Mit 0,56 Dollar verfehlte das Unternehmen die Analystenschätzung von 0,66 Dollar deutlich – ein Minus von 15,15 Prozent.

Der Bruttobuchwert kletterte um 16 Prozent auf 20,4 Milliarden Dollar – das stärkste Quartalswachstum seit über zwei Jahren. Die Zahl der gebuchten Nächte und Plätze wuchs um 10 Prozent.

Für das erste Quartal 2026 prognostiziert Airbnb einen Umsatz zwischen 2,59 und 2,63 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 2,53 Milliarden Dollar gerechnet. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich – etwa auf Höhe der Analystenschätzungen von 10,24 Prozent.

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Hotels und KI im Fokus

Airbnb erweitert sein Angebot strategisch. Die Plattform öffnet sich für Boutique- und unabhängige Hotels, besonders in regulierten Märkten wie New York und Madrid, wo das Angebot an Ferienwohnungen begrenzt ist. Hotels machen derzeit einen einstelligen Prozentsatz der gebuchten Nächte aus, wachsen aber fast doppelt so schnell wie die Gesamtplattform.

Im Bereich Künstliche Intelligenz setzt CEO Brian Chesky auf Differenzierung. Ein KI-Agent löst bereits ein Drittel der Kundenanfragen in Nordamerika ohne menschliche Hilfe. Mit Ahmad Al-Dahle, ehemals bei Meta für das Llama-Modell verantwortlich, holte Airbnb einen KI-Experten an Bord. Die Vision: eine KI-native Plattform, die Gäste bei der kompletten Reiseplanung unterstützt.

Trotz der Investitionen bleibt Airbnb profitabel. 2025 generierte das Unternehmen einen Free Cashflow von 4,6 Milliarden Dollar bei einer Marge von 38 Prozent. 3,8 Milliarden Dollar flossen in Aktienrückkäufe – die Aktienanzahl reduzierte sich seit 2022 um neun Prozent.

Evercore sieht die Aktie auf Dreijahrestiefs bei den Bewertungskennzahlen KGV, EV/EBITDA und EV/FCF handeln. Nach Jahren der Wachstumsverlangsamung könnte nun die Wende bevorstehen.

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Über Dieter Jaworski 1482 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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