Airbus hat im September 72 Flugzeuge ausgeliefert und damit den stärksten Monat seit Juni erreicht. Für das Jahresziel reicht das Tempo trotzdem noch nicht. Im Schlussquartal muss der Hersteller deutlich zulegen, wenn er den Vorjahreswert erreichen will.
Auslieferungen: Schub im September
Im August waren es nur 57 Maschinen gewesen, im September übergab Airbus 72 Jets an 37 Kunden. Das Plus zum Vormonat ist klar, zum Vorjahresmonat stagnierten die Auslieferungen jedoch nahezu: Damals waren es 73. Seit Januar summieren sich die Übergaben auf 547 Flugzeuge, rund 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Getragen wird das Geschäft von den Single-Aisle-Modellen. 496 der 547 Maschinen entfielen auf die A320-Familie und die A220. Der A321neo ist mit 267 Übergaben das wichtigste Einzelmodell, vor dem A320neo mit 157. Hinzu kamen 38 A350 und 13 A330.
Das Schlussquartal wird zur Hürde
2025 lieferte Airbus 793 Flugzeuge aus. Um das zu erreichen, müssten in den letzten drei Monaten noch 246 Maschinen folgen, im Schnitt 82 pro Monat. Von Januar bis September lag der Schnitt bei rund 61.
Die Auftragsbücher geben dafür Rückhalt. Bis Ende September standen 1.174 Bruttobestellungen zu Buche, nach 69 Stornierungen blieben 1.105 Nettoaufträge, mehr als doppelt so viele wie Auslieferungen. Der September selbst fiel dagegen schwach aus: 17 Bruttoorders, darunter 15 A320neo von Air Cairo und zwei A321neo von FlyOne Armenia.
Aktie reagiert verhalten
An der Börse blieb die Reaktion moderat. Im frühen Tradegate-Handel notierte das Papier am Freitag zeitweise 0,72 Prozent höher bei 189,08 Euro. In Paris war es am Vortag mit 187,26 Euro leicht im Minus aus dem Handel gegangen.
Die Messlatte ist damit klar definiert: Schafft Airbus im Oktober, November und Dezember im Schnitt 82 Auslieferungen pro Monat, liegt das Gesamtjahr auf Vorjahresniveau. Der Septemberwert von 72 liegt noch rund zehn Maschinen darunter.
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