Die Rallye kennt kein Ende. Aixtron notiert auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren – bei 58,70 Euro zum Wochenschluss. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 11,99 Euro beträgt satte 389 Prozent. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 199 Prozent.
Der Treiber: die Nachfrage nach KI-Rechenzentren. Aixtron liefert Anlagen für die Optoelektronik. Diese sind essenziell für Hochgeschwindigkeits-Optiklösungen. Ohne sie läuft ein modernes Datacenter nicht.
Prognose angehoben, Kasse gemacht
Das Management reagierte früh. Im April hob der Konzern die Jahresprognose an: Jetzt rechnet Aixtron mit 560 Millionen Euro Umsatz, zuvor waren es 520 Millionen. Die EBIT-Marge soll zwischen 17 und 20 Prozent liegen. Parallel platzierte das Unternehmen eine Wandelschuldverschreibung über 450 Millionen Euro. Das Geld fließt in den weiteren Wachstumskurs.
Die Fundamentaldaten untermauern die Kursentwicklung. Die 200-Tage-Linie liegt bei 24,81 Euro. Der aktuelle Kurs übertrifft sie um 136 Prozent. Das ist außergewöhnlich – und dennoch nicht überhitzt. Denn die Auftragsdynamik zieht weiter an.
Die kurzfristige Unterstützung: 51,50 Euro (20-Tage-Linie). Der RSI von 34,2 signalisiert zudem eine abgekühlte Verfassung nach der Rallye. Kein Alarmzeichen, sondern eher eine Verschnaufpause.
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Analysten bleiben optimistisch
Die Bank of America bestätigt ein Kursziel von 72 Euro. Das entspricht einem Potenzial von über 22 Prozent. Aixtron gilt neben ASML und Infineon als einer der wenigen reinen KI-Werte Europas.
Doch die Hürde liegt jetzt bei 59,30 Euro – dem 52-Wochen-Hoch vom Donnerstag. Kann die Aktie diese Marke nachhaltig überschreiten, wäre der Weg zur 60 frei.
Die nächsten Weichen stellt der Quartalsbericht im Juli. Bis dahin zählen neue Großaufträge für die G10-AsP-Systeme. Der Markt wartet auf Bestätigung. Und die Anleger halten die Luft an.
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