Aixtron startet mit Rückenwind in die neue Handelswoche. Der Kurs läuft nahe am Jahreshoch, der Auftragseingang zieht klar an. Trotzdem bleibt Deutsche Bank Research vorsichtig und hält am Kursziel von 43 Euro fest.
Der Kern der Geschichte ist damit kein neues Kursziel. Es ist der Kontrast zwischen besserer operativer Perspektive und einer Bewertung, die bereits viel Hoffnung einpreist.
Deutsche Bank bleibt vorsichtig
Deutsche Bank Research bestätigte am Freitag die Einstufung „Hold“. Der Kommentar folgte auf ein Treffen mit dem Finanzchef bei der dbAccess European Champions Conference. Als wichtigste Erkenntnis nennt die Bank die deutlich verbesserten Aussichten der vergangenen Monate.
Trotzdem bleibt das Kursziel bei 43 Euro. Das ist bemerkenswert, weil die Aktie dem deutlich enteilt ist. Der Kurs hat am Freitag bei 58,70 Euro geschlossen, trotz eines Tagesminus von 1,01 Prozent liegt die Aktie seit Jahresanfang 199,87 Prozent vorn. Zum 52-Wochen-Hoch bei 59,30 Euro fehlen nur 1,01 Prozent.
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Kurz gesagt: Die operative Story hellt sich auf, der Markt hat aber schon kräftig vorgelegt.
Aufträge stark, Ergebnis schwach
Operativ zeigt Aixtron zwei Gesichter. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 59,4 Millionen Euro. Die Bruttomarge fiel auf 18 Prozent, das EBIT rutschte auf minus 22,3 Millionen Euro.
Das ist die schwache Seite der Bilanz. Sie zeigt, dass der Umsatzhochlauf noch nicht in der Gewinnrechnung angekommen ist.
Auf der anderen Seite stieg der Auftragseingang auf 171,4 Millionen Euro. Das lag 30 Prozent über dem Vorjahr. Der Anlagen-Auftragsbestand erreichte Ende März 359,1 Millionen Euro.
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Die Nachfrage kommt vor allem aus der Optoelektronik. Mehr als 52 Prozent des Anlagenumsatzes entfielen auf dieses Geschäft, vor allem auf Laser für optische Datenkommunikation und 3D-Sensing. LED inklusive Micro LED kam auf 31 Prozent, Leistungselektronik auf 17 Prozent.
Prognose hängt am Hochlauf
Aixtron hält an der erhöhten Jahresprognose fest. Für 2026 peilt der Vorstand einen Umsatz von 560 Millionen Euro an. Die Spanne liegt bei plus oder minus 30 Millionen Euro.
Bei der Bruttomarge rechnet das Unternehmen mit rund 42 Prozent. Die EBIT-Marge soll zwischen 17 und 20 Prozent landen. Damit setzt der Vorstand klar auf stärkere Auslieferungen in den kommenden Quartalen.
Für das zweite Quartal nennt Aixtron 110 Millionen Euro Umsatz als Zielgröße. Auch hier liegt die Spanne bei plus oder minus 10 Millionen Euro. Der Quartalsbericht verweist auf eine gesunde Optoelektronik-Pipeline und größere Systemauslieferungen ab dem zweiten Quartal.
Makroseitig kommt früh ein neuer Datenpunkt. Eurostat veröffentlicht am 2. Juni die Schnellschätzung zur Inflation im Euroraum für Mai. Auf Unternehmensseite folgt der nächste große Termin am 30. Juli mit dem Halbjahresfinanzbericht H1/2026.
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