Die Aixtron-Aktie bekommt Rückenwind von unerwarteter Seite. Das Analysehaus Jefferies hat am Montagabend nicht nur das Kursziel von 18,20 auf 27 Euro angehoben – die Analysten stufen den Chipausrüster auch von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Analyst Om Bakhda sieht in Aixtron einen „bisher unterschätzten KI-Wert“, dem eine deutliche Beschleunigung bevorstehe.
Die Begründung klingt überzeugend: Steigende Investitionen der Hyperscaler in ihre Cloud-Dienste und Signale, dass Netzwerkunternehmen ihre Ausgaben vorziehen, stärken die Umsatzaussichten im Bereich Optoelektronik für 2026 und 2027. Hinzu kommt das mittelfristig spannende Narrativ für Galliumnitrid-Leistungselektronik (GaN) – bei gleichzeitig reduzierten Risiken im Bereich Siliziumkarbid (SiC).
Hyperscaler erhöhen den Druck
Konkret werden die Zahlen bei zwei Schlüsselkunden: Coherent und Lumentum, die Jefferies als die beiden größten Optoelektronik-Kunden für Aixtrons Epitaxie-Werkzeuge einstuft, haben im Dezember-Quartal Investitionen getätigt, die rund 35 Prozent über den Erwartungen lagen. Beide Unternehmen sprechen davon, ihre Kapitalausgaben in der ersten Jahreshälfte 2026 vorzuziehen.
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Coherent erklärte, die Investitionen würden „über den Rest des Geschäftsjahres sequenziell steigen“. Lumentum sieht bereits im zweiten Halbjahr 2026 einen erheblichen zusätzlichen Kapazitätsbedarf. Diese Entwicklung dürfte sich direkt in stärkeren Optoelektronik-Umsätzen für Aixtron niederschlagen – möglicherweise schon in der ersten Jahreshälfte 2026 über den saisonalen Trends.
GaN-Boom durch Nvidias Kyber-Architektur
Mittelfristig rückt ein weiterer Wachstumstreiber ins Blickfeld: Nvidias Kyber-Rack-Architektur, die in der zweiten Jahreshälfte 2027 eingeführt werden soll. Sie setzt auf 800-Volt-Hochspannungs-Gleichstromverteilung. Bei gesunder Auslastung der Galliumnitrid-Lieferketten erwarten die Analysten, dass Leistungshalbleiter-Hersteller in der zweiten Jahreshälfte 2026 oder ersten Jahreshälfte 2027 Aufträge für Epitaxie-Werkzeuge platzieren werden, um Kapazitäten aufzubauen.
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Ein entscheidender Faktor: Aixtron hält rund 90 Prozent Marktanteil bei GaN-MOCVD-Werkzeugen. Mit Jefferies‘ neuen Umsatzprognosen von 568,5 Millionen Euro für 2026 und 670 Millionen Euro für 2027 liegt das Analysehaus acht beziehungsweise fünf Prozent über dem Konsens.
Bewertung noch unter Höchstständen
Die Aktie notierte zuletzt bei 20,32 Euro und handelt damit beim 19,5-Fachen des für ein Jahr vorausgeschauten EV/EBITDA – leicht über dem historischen Durchschnitt von 18, aber deutlich unter dem Peak von 31. Das neue Kursziel von 27 Euro basiert auf dem 19-Fachen EV/EBITDA für 2027 bei einem EBITDA von 177 Millionen Euro. Jefferies sieht eine attraktive Ausgangslage für eine Neubewertung der Aktien.
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