Die Rally bei Aixtron lebt gerade weniger von den Zahlen für 2025 – sondern von der Erwartung, dass ab 2027 neue Nachfragewellen aus KI-Rechenzentren und der nächsten E-Mobilitätsgeneration anrollen. Mehrere Banken haben diese Perspektive zuletzt mit deutlichen Kurszielanhebungen untermauert. Doch wie gut passt der Optimismus zu einem 2026, das der Vorstand selbst als Übergangsjahr einstuft?
2025: Rückgänge – aber viel Geldzufluss
Im Geschäftsjahr 2025 musste Aixtron operativ kleinere Brötchen backen. Der Umsatz sank um 12% auf 556,6 Mio. Euro. Das EBIT ging um rund ein Viertel auf 100,3 Mio. Euro zurück, der Jahresüberschuss lag bei 85,3 Mio. Euro und damit ebenfalls unter dem Vorjahr.
Der Knackpunkt für die Marktstimmung lag aber woanders: beim Cashflow. Der operative Cashflow sprang auf 208,4 Mio. Euro, der freie Cashflow verbesserte sich um mehr als 250 Mio. Euro. Zum Jahresende standen 224,6 Mio. Euro an liquiden Mitteln in den Büchern. Trotz des Gewinnrückgangs will das Unternehmen die Dividende bei 0,15 Euro je Aktie stabil halten.
2026: Übergangsjahr – SiC bleibt der Bremsklotz
Für 2026 stellt das Management stagnierende bis rückläufige Erlöse in Aussicht. Als Zielgröße nennt CEO Felix Grawert rund 520 Mio. Euro Umsatz (± 30 Mio. Euro) bei einer EBIT-Marge von 16 bis 19%.
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Belastungsfaktor bleibt laut Unternehmen die Überkapazität im Markt, besonders bei Siliziumkarbid-Leistungselektronik (SiC). Aixtron spricht von einem zyklischen Tief im SiC-Werkzeuggeschäft. Gleichzeitig soll das Optoelektronik-Lasergeschäft deutlich zulegen – das Unternehmen rechnet hier mit einer Verdopplung.
Um die Profitabilität zu schützen, wurde zudem ein Kostenreduktionsprogramm angekündigt, das auch Stellenstreichungen am Hauptsitz in Herzogenrath zu Beginn von 2026 umfasst.
Upgrade-Welle: Banken schielen auf 2027
Die jüngste Dynamik bei der Aktie wird stark von Analystenargumenten getragen, die über das Übergangsjahr hinausgehen. Deutsche Bank stufte von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 20 auf 31 Euro. Begründung: ein KI-getriebener Laser-Aufwärtszyklus, der bis 2027 und darüber hinaus anhalten könnte.
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Auch JPMorgan hob das Kursziel auf 31,00 Euro an (von 25,20; „Overweight“), Jefferies auf 30,30 Euro (von 27,00; „Buy“). UBS blieb zwar bei „Neutral“, zog den fairen Wert aber kräftig von 13,50 auf 28,00 Euro.
Der Markt spielt dieses Narrativ bereits sichtbar: Nach dem gestrigen Schlusskurs am 52‑Wochen-Hoch (29,23 Euro) liegt die Aktie heute zwar 2,87% tiefer bei 28,39 Euro – in den letzten 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 43,67%. Gleichzeitig signalisiert ein RSI von 25,1, dass die kurzfristige Bewegung zuletzt stark überverkauft wirkte.
Im Fokus bleibt damit, ob aus der Story auch Bestellungen werden: Laut DZ Bank könnte ein geplanter Hochlauf von Nvidias 800‑Volt-Architektur in KI-Rechenzentren bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 für steigende Orders sorgen. Und ab 2027 soll die zunehmende Einführung von 800‑Volt-Batteriesystemen in der Elektromobilität die SiC-Anlagennachfrage stützen. Ein fixer Termin im Kalender: Die Hauptversammlung findet am 13. Mai 2026 statt.
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