Die Aker Carbon Capture Aktie steckt in einem undurchsichtigen Liquidationsprozess fest. Nach mehreren Korrekturen zu Dividenden-Zahlungen fordern Großaktionäre nun die Rückabwicklung der gesamten Abwicklung – ein einmaliges Szenario an den Finanzmärkten.

Korrigierte Dividende verunsichert Anleger

Das norwegische Unternehmen korrigierte am 2. Oktober entscheidende Details zur Liquidationsdividende. Statt der ursprünglich angekündigten 0,141 NOK pro Aktie erhalten Aktionäre nun nur noch 0,137 NOK. Noch gravierender: Der Stichtag für den Dividendenanspruch wurde vom 6. auf den 14. Oktober verschoben.

Die aktuelle Zeitplanung:
Letzter Tag mit Dividendenrecht: 10. Oktober 2025
Ex-Tag: 13. Oktober 2025
Stichtag: 14. Oktober 2025
Auszahlung: voraussichtlich 17. Oktober 2025

Diese Korrektur kommt nur eine Woche nach der ursprünglichen Ankündigung und wirft Fragen zur Seriosität des gesamten Prozesses auf.

Großaktionäre greifen durch

Doch damit nicht genug: Andreas Møller, Vertreter von A. Møller Invest AS und weiteren Aktionären mit über 5% der Anteile, fordert die sofortige Beendigung der Liquidation. Die Forderungen sind eindeutig:

  • Rücknahme des Liquidationsbeschlusses vom 5. August 2025
  • Stopp der geplanten Delisting von der Euronext Oslo Børs
  • Untersuchung des Verkaufs von Tochtergesellschaftsanteilen

Kann die Abstimmung am 17. Oktober die Wende bringen – just zum Tag der geplanten Dividendenauszahlung?

Volatilität bis zum Schluss

Die Aktie notiert weiter an der Börse Oslo und zeigt erhebliche Schwankungen. Die Spanne zwischen 2,81 und 7,91 NOK innerhalb eines Jahres unterstreicht die Unsicherheit der Investoren. Die korrigierte Dividende entspricht etwa 4,1% des aktuellen Kurses – ein signifikanter Betrag in dieser turbulenten Phase.

Die wiederholten Korrekturen und der Widerstand der Großaktionäre werfen ein schlechtes Licht auf die Abwicklung. Wird die außerordentliche Hauptversammlung am 17. Oktober das endgültige Aus bedeuten – oder doch noch die Rettung?