Alaska Communications erhält eine staatliche Förderung von über 124 Millionen US-Dollar, um das Hochgeschwindigkeitsnetz in Alaska massiv zu erweitern. Mit Unterstützung des BEAD-Programms (Broadband Equity, Access, and Deployment) sollen tausende bisher unterversorgte Haushalte und Unternehmen Zugang zu moderner Glasfasertechnologie erhalten. Dieses Projekt markiert einen entscheidenden Schritt zur Schließung der digitalen Kluft im nördlichsten US-Bundesstaat.

Staatliche Förderung und eigene Mittel

Die National Telecommunications and Information Administration (NTIA) stellt die Millionen bereit, um gezielt 9.000 Standorte zu erschließen, die bisher kaum oder gar nicht an das Breitbandnetz angebunden waren. Alaska Communications plant jedoch über die staatliche Förderung hinaus: Mit eigenem Kapital will das Unternehmen den Netzzugang auf weitere 12.000 Standorte ausweiten. Insgesamt zielt die Initiative darauf ab, Gigabit-Geschwindigkeiten in Regionen wie Anchorage, Fairbanks und Juneau sowie auf die Kenai-Halbinsel zu bringen.

Dabei setzt der Anbieter auf eine Kombination aus Glasfaser und modernem Richtfunk (Fixed Wireless). Diese technologische Mischung ist notwendig, um die geografischen Herausforderungen Alaskas zu bewältigen und gleichzeitig stabile Bandbreiten zu garantieren.

Strategische Bedeutung für die Region

CEO Paul Fenaroli sieht in der Investition eine fundamentale Verbesserung für Familien, das Bildungswesen und lokale Unternehmer. Die verbesserte Konnektivität soll insbesondere in abgelegenen Gebieten die wirtschaftliche Entwicklung fördern. Für die Tochtergesellschaft von ATN International bedeutet dieser Ausbau eine signifikante Stärkung der eigenen Infrastruktur und Marktposition im Bereich der verwalteten IT-Dienstleistungen.

Seit der Übernahme durch ATN und Freedom 3 Capital im Jahr 2021 liegt der Fokus verstärkt auf der Modernisierung des terrestrischen Netzwerks. Die staatlich unterstützten Programme bieten hierbei einen wichtigen Hebel, um die Reichweite in Gebieten zu erhöhen, in denen sich ein rein privatwirtschaftlicher Ausbau bisher kaum rechnete.

Aktueller Status des Projekts

Derzeit läuft die detaillierte Bauplanung für das Großprojekt. Bevor die physische Umsetzung beginnen kann, steht allerdings noch die finale Genehmigung durch das National Institute of Standards and Technology (NIST) aus. Sobald diese behördliche Hürde genommen ist, startet die schrittweise Erschließung der identifizierten Gemeinden.