Alcoa Aktie: Beeindruckende Expansionserfolge

Der Aluminiumhersteller Alcoa meldet einen bereinigten Gewinn von 1,26 Dollar je Aktie und übertrifft Analystenschätzungen. Die Aktie reagierte positiv auf die starken Zahlen und den robusten Cashflow.

Alcoa Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn pro Aktie deutlich über Analystenerwartungen
  • Umsatzwachstum durch höhere Aluminiumpreise getrieben
  • Starker operativer Cashflow und sinkende Verschuldung
  • Produktionsrekorde in mehreren Werken erzielt

Alcoa hat die Erwartungen im vierten Quartal klar übertroffen. Der Aluminiumhersteller meldete am 22. Januar 2026 einen bereinigten Gewinn von 1,26 Dollar je Aktie – Analysten hatten lediglich 93 Cent erwartet. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Anstieg um 0,44 Prozent auf 64,15 Dollar.

Der Konzern profitierte von deutlich höheren Aluminiumpreisen, die im Vergleich zum Vorquartal um 11 Prozent auf 3.749 Dollar je Metrische Tonne kletterten. Der Umsatz legte sequenziell um 15 Prozent auf 3,45 Milliarden Dollar zu und übertraf damit die Konsensschätzung von 3,27 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA verdoppelte sich mehr als im Quartalsvergleich.

Starker Cashflow trotz Gegenwind

Doch was bedeutet das für die operative Stärke? Alcoa generierte im vierten Quartal 537 Millionen Dollar aus dem operativen Geschäft und erzielte einen freien Cashflow von 294 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte der freie Cashflow plus Netto-Minderheitsanteile 594 Millionen Dollar.

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Die Nettoverschuldung sank auf das obere Ende der Zielspanne von 1,0 bis 1,5 Milliarden Dollar. Der Kassenbestand belief sich auf 1,6 Milliarden Dollar. Die Effizienz im Working Capital verbesserte sich deutlich – die Days Working Capital sanken um 15 Tage auf nur noch 35 Tage.

Aluminium glänzt, Aluminiumoxid schwächelt

Während das Aluminiumgeschäft kräftig zulegte, kämpfte die Aluminiumoxid-Sparte mit Preisdruck. Die Aluminiumoxidpreise fielen um 9,5 Prozent auf 341 Dollar je Metrische Tonne. Trotzdem betont das Management seine wettbewerbsfähige Kostenposition und langfristige Lieferverträge, die Prämien über den Indexpreisen ermöglichen.

Fünf Aluminiumschmelzen und eine Raffinerie erzielten 2025 Produktionsrekorde. Die Sicherheitskennzahlen verbesserten sich ebenfalls. Der Neustart der Schmelze San Ciprián ist zu etwa 65 Prozent abgeschlossen.

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Ausblick: Robuste Fundamentaldaten

Für 2026 plant Alcoa eine Aluminiumoxid-Produktion von 9,7 bis 9,9 Millionen Metrischen Tonnen sowie eine Aluminiumproduktion von 2,4 bis 2,6 Millionen Tonnen – beides Steigerungen gegenüber 2025. Die LME-Aluminiumpreise legten im vierten Quartal 2025 sequenziell um 8 Prozent zu.

Können die Märkte das Tempo halten? Sowohl die USA als auch Europa werden 2026 voraussichtlich erhebliche Defizite aufweisen. Alcoa sieht sich gut positioniert, um von US-Zöllen bei aktuellen Midwest-Premium-Niveaus zu profitieren. Auch die EU-CO2-Grenzausgleichsregelung dürfte dem Konzern zugutekommen, da seine Scope-1-Emissionen unter dem Durchschnitt importierter Ware liegen.

Als Herausforderungen nannte das Management anhaltenden Druck bei Aluminiumoxidpreisen sowie einen geschätzten EBITDA-Verlust von 75 bis 100 Millionen Dollar beim San-Ciprián-Komplex. CEO William Oplinger zeigte sich dennoch zuversichtlich: Das Unternehmen sei gut aufgestellt, um 2026 weiteren Wert zu schaffen.

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Über Dieter Jaworski 1296 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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