Alcon Aktie: Wachstum mit Hindernissen

Der Augenheilkunde-Spezialist Alcon steigert seinen Umsatz, verzeichnet aber einen deutlichen Gewinnrückgang. Neue Produkte treiben das Wachstum an, während Zölle und Investitionen die Marge belasten.

Alcon Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzwachstum von 9 Prozent im Schlussquartal
  • Gewinn pro Aktie sinkt um 23 Prozent
  • Neue Zölle belasten Prognose für 2026
  • Effizienzprogramm soll Kosten senken

Der Schweizer Augenheilmittel-Konzern Alcon hat heute seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und zeigt sich selbstbewusst für die Zukunft. Der Umsatz kletterte im Schlussquartal um 9 Prozent auf 2,70 Milliarden Dollar. Besonders die neu eingeführten Produkte sorgten für Schwung. Doch ein Blick auf die Gewinnseite offenbart: Nicht alles läuft rund.

Der Gewinn pro Aktie sank von 0,57 auf 0,44 Dollar – ein Rückgang von 23 Prozent. Belastend wirkten höhere Investitionen in Marketing und Forschung sowie neue Zölle. CEO David Endicott betont dennoch: „2025 war ein produktives Jahr für Alcon. Trotz schwächerer Märkte haben wir eine Welle innovativer Produkte lanciert, die zum Jahresende für Beschleunigung sorgten.“

Neue Produkte als Hoffnungsträger

Im Segment Chirurgie legten die Erlöse um 9 Prozent auf 1,55 Milliarden Dollar zu. Besonders das Equipment-Geschäft glänzte mit einem Plus von 21 Prozent, getrieben durch neue Geräte wie die Unity-Plattform. Bei den Intraokularlinsen hingegen stockt das Wachstum: Hier musste sich Alcon mit einem mageren Plus von 2 Prozent begnügen. Der Konkurrenzdruck auf internationalen Märkten hinterlässt Spuren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alcon?

Im Vision-Care-Bereich, der Kontaktlinsen und Augengesundheitsprodukte umfasst, stiegen die Umsätze um 10 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar. Stark gefragt waren Produkte gegen trockene Augen wie Tryptyr und Systane – hier verzeichnete Alcon ein Wachstum von 12 Prozent. Preiserhöhungen stützten zusätzlich.

Ausblick mit Fragezeichen

Für 2026 rechnet Alcon mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent. Die bereinigte operative Marge soll sich um 70 bis 170 Basispunkte verbessern. Das klingt solide – wäre da nicht ein dicker Wermutstropfen: Zölle dürften 2026 mit 125 bis 175 Millionen Dollar auf die Kostenseite drücken.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alcon?

Immerhin will das Management gegensteuern. Ein Effizienzprogramm soll Einsparungen von rund 100 Millionen Dollar bringen, wovon etwa die Hälfte bereits 2026 wirksam werden soll. Die Gesamtkosten des Programms beziffert Alcon auf 150 Millionen Dollar.

Das Unternehmen schüttete 2025 insgesamt 848 Millionen Dollar an die Aktionäre aus – durch Aktienrückkäufe von 682 Millionen Dollar und Dividenden von 166 Millionen Dollar. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Verwaltungsrat eine Dividende von 0,28 Franken pro Aktie vor. Die Aktionäre stimmen darüber am 30. April auf der Hauptversammlung ab.

Alcon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alcon-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Alcon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alcon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Alcon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Alcon

Alcon Jahresrendite