Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 des Biopharma-Unternehmens Alkermes fielen gemischt aus. Während der Umsatz die Erwartungen der Analysten knapp übertraf, enttäuschte der Gewinn auf ganzer Linie. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel dennoch um über drei Prozent zu – Anleger schauen offenbar optimistisch nach vorn.

Konkret meldete Alkermes am Mittwoch Erlöse von 384,5 Millionen Dollar für das Schlussquartal 2025. Das lag leicht über der Konsensschätzung von 383,1 Millionen Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie sah es hingegen weniger rosig aus: Mit 0,29 Dollar verfehlte das Unternehmen die Erwartung von 0,41 Dollar deutlich – eine Abweichung von zwölf Cent.

Ausblick auf 2026 knapp unter Konsens

Für das laufende Jahr 2026 stellte Alkermes Umsätze zwischen 1,73 und 1,84 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelwert von 1,785 Milliarden Dollar liegt damit leicht unter dem Analystenkonsens von 1,83 Milliarden Dollar. Trotz dieser leichten Verfehlung reagierte der Markt positiv – ein Zeichen dafür, dass Investoren die Guidance als realistisch und solide einschätzen.

Der jüngste Zukauf von Avadel Pharmaceuticals dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. Mit der Übernahme fügte Alkermes das bereits zugelassene Produkt LUMRYZ seinem Portfolio hinzu und beschleunigt damit den Eintritt in den Markt für Schlafmedizin. Das Unternehmen verfügt über eine Produktpalette zur Behandlung von Alkohol- und Opioidabhängigkeit, Schizophrenie, bipolarer Störung und Narkolepsie.

In der Pipeline befinden sich Kandidaten in späten klinischen Phasen zur Behandlung von Narkolepsie und idiopathischer Hypersomnie. Zudem arbeitet Alkermes an Orexin-2-Rezeptor-Agonisten für andere neurologische Störungen, darunter ADHS sowie Fatigue bei Multipler Sklerose und Parkinson.

Anfang März wird das Management auf der TD Cowen Health Care Conference auftreten und weitere Einblicke in die Strategie geben. Die Aktie scheint trotz der Gewinnverfehlung auf einem soliden Fundament zu stehen – zumindest sehen das viele Anleger derzeit so.