Die Aktie von Allegro MicroSystems legte im vorbörslichen Handel am Donnerstag um 4,3% zu und schloss bei 34,55 US-Dollar. Der Halbleiter-Spezialist hatte zuvor Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt, die die Erwartungen deutlich übertrafen.
Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,15 US-Dollar und lag damit über der Analystenschätzung von 0,14 US-Dollar. Noch beeindruckender fiel das Umsatzwachstum aus: Mit 229,21 Millionen US-Dollar übertraf das Unternehmen die Prognose von 220,79 Millionen US-Dollar klar. Das entspricht einem Jahresplus von 29% und einem sequenziellen Anstieg von 7%.
Automotive und E-Mobility als Wachstumstreiber
Besonders stark entwickelte sich das Automobilgeschäft mit einem Umsatzplus von 28% im Jahresvergleich. Noch dynamischer zeigte sich der Bereich E-Mobility mit einem Sprung von 46%. Das Industriegeschäft legte ebenfalls um 31% zu. Die Bruttomarge verbesserte sich auf bereinigter Basis auf 49,9%, verglichen mit 49,1% im Vorjahreszeitraum.
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CEO Mike Doogue betonte die breite Stärke im Automobilbereich als treibende Kraft hinter der Performance. Gleichzeitig wuchs das Datacenter-Geschäft um 31% gegenüber dem Vorquartal und macht inzwischen 10% des Gesamtumsatzes aus.
Needham hebt Kursziel deutlich an
Die Investmentbank Needham reagierte prompt auf die Zahlen und erhöhte ihr Kursziel von 37 auf 41 US-Dollar bei unveränderter Kaufempfehlung. Die Analysten verwiesen auf deutlich gestiegene Auftragseingänge und einen mehrquartalen Höchststand beim Auftragsbestand.
Für das Kalenderjahr 2026 zeichnet sich zudem ein günstigeres Preisumfeld ab. Needham erwartet lediglich einen Preisrückgang im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das neue Kursziel basiert auf dem 35-fachen des geschätzten bereinigten Gewinns je Aktie von 1,18 US-Dollar für das Kalenderjahr 2027.
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Starker Ausblick für viertes Quartal
Kann Allegro MicroSystems das Tempo halten? Die Prognose für das vierte Quartal bis 27. März 2026 deutet darauf hin. Das Unternehmen erwartet Erlöse zwischen 230 und 240 Millionen US-Dollar – am Mittelpunkt entspricht das einem Jahreswachstum von 22%. Die Analystenkonsensus hatte lediglich 227 Millionen US-Dollar prognostiziert.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet Allegro mit 0,14 bis 0,18 US-Dollar, verglichen mit der Analystenschätzung von 0,16 US-Dollar. CFO Derek D’Antilio verwies zudem auf eine kürzlich erfolgte Refinanzierung eines Kredits, durch die sich die Zinsbelastung um 25 Basispunkte auf SOFR plus 175 Basispunkte reduziert – das spart jährlich rund 700.000 US-Dollar.
Die Aktie hat in den vergangenen drei Monaten um 15,5% zugelegt, über zwölf Monate summiert sich das Plus auf knapp 44%. Sechs Analysten haben ihre Gewinnschätzungen für die kommende Periode zuletzt nach oben korrigiert.
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