Die Allianz kauft unermüdlich eigene Aktien. Selbst bei Kursen nahe dem Rekordhoch greift der Versicherer zu. Das treibt den Preis weiter in die Höhe. Aktuell notiert das Papier bei 406,40 Euro. Das ist nur minimal unter dem frischen 52-Wochen-Hoch.

Halbes Programm bereits erfüllt

In der vergangenen Woche erwarb der Konzern weitere 119.075 Papiere. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei knapp 400 Euro. Damit summieren sich die Ausgaben auf rund 1,27 Milliarden Euro.

Das im Frühjahr gestartete Rückkaufprogramm ist damit zur Hälfte ausgeschöpft. Insgesamt will die Allianz bis Jahresende 2,5 Milliarden Euro investieren. Die erworbenen Aktien zieht das Management anschließend ein.

Rekordgewinn stützt den Kurs

Dieser finanzielle Spielraum kommt nicht von ungefähr. Das operative Geschäft liefert starken Rückenwind. Im ersten Quartal stieg das operative Ergebnis um fast sieben Prozent. Es erreichte einen Rekordwert von 4,5 Milliarden Euro.

Besonders die Schaden- und Unfallversicherung trieb das Wachstum an. Hier kletterte der operative Gewinn auf über 2,4 Milliarden Euro. Parallel dazu sammelte das Asset Management frische Kundengelder in zweistelliger Milliardenhöhe ein. Die Solvency-II-Quote stieg auf solide 221 Prozent.

Heißgelaufen oder stark?

Die anhaltenden Käufe hinterlassen Spuren im Chart. Der aktuelle Kurs liegt gut neun Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Ein RSI-Wert von 71,6 signalisiert eine weit fortgeschrittene Aufwärtsbewegung. Kurz gesagt: ein Risiko.

Der Vorstand hält derweil an seinem Jahresziel fest. Ein operativer Gewinn im zweistelligen Milliardenbereich bleibt das Maß der Dinge. Am 7. August präsentiert die Allianz den nächsten Quartalsbericht. An diesem Tag liefert das Management frische Details zum verbleibenden Rückkaufbudget.