Der Versicherungskonzern Allianz sammelt weiter massiv eigene Papiere ein. Fast die Hälfte des geplanten Milliarden-Rückkaufs ist bereits abgeschlossen. Das stützt den Kurs in einer ruhigen Marktphase.

167 Millionen Euro in fünf Tagen

In der ersten Juniwoche griff das Management tief in die Kasse. Die Allianz kaufte innerhalb von fünf Handelstagen rund 448.000 eigene Aktien. Dafür flossen gut 167 Millionen Euro.

Der Konzern verteilte die Käufe gezielt über die Handelswoche. Die täglichen Tranchen im Überblick:

  • 1. Juni: 113.470 Stück
  • 2. Juni: 65.000 Stück
  • 3. Juni: 128.932 Stück
  • 4. Juni: 79.000 Stück
  • 5. Juni: 62.012 Stück

Aktien wandern in den Tresor

Seit dem Start Mitte März summiert sich das Volumen auf 3,1 Millionen Papiere. Der Konzern hat dafür bisher rund 1,16 Milliarden Euro ausgegeben. Das entspricht fast der Hälfte des bewilligten Budgets.

Allianz will die erworbenen Anteilsscheine komplett einziehen. Die Folge: Das Grundkapital schrumpft. Künftige Gewinne verteilen sich rechnerisch auf weniger Aktien. Das treibt den Gewinn je Aktie nach oben. Die Käufe finden streng limitiert über Xetra und alternative Handelsplätze statt.

Solider Boden für den Kurs

Am Markt sorgt das Programm für Stabilität. Die Allianz Aktie notiert aktuell bei 379,00 Euro. Damit verzeichnet sie ein minimales Tagesminus. Auf Wochensicht steht allerdings ein Plus von 2,54 Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Kurs pendelt sich damit nah an der 50-Tage-Linie ein. Diese verläuft bei rund 380 Euro. Bis zum Jahresende hat die Allianz noch gut 1,34 Milliarden Euro für weitere Käufe zur Verfügung. Das bietet dem Aktienkurs einen verlässlichen Puffer für die kommenden Monate.