Für Allianz-Aktionäre beginnt ein außergewöhnlich dichter Monat. Innerhalb von zwei Wochen stehen die Hauptversammlung, der Dividendenabschlag und ein Comeback im Finanzkalender an. Zum ersten Mal seit zehn Jahren legt der Münchner Versicherer wieder Zahlen für ein Auftaktquartal vor. Die Aktie notiert derweil nur knapp unter ihrem Jahreshoch.
Aktionärskritik erzwingt Reaktion
Den Auftakt macht das Aktionärstreffen am 7. Mai. Neben der vorgeschlagenen Gewinnausschüttung steht ein überarbeitetes Vergütungssystem für den Vorstand zur Abstimmung. Im Vorjahr erteilten die Anteilseigner dem alten Modell mit knapp 71 Prozent Zustimmung einen deutlichen Denkzettel.
Die neue Struktur zieht die Daumenschrauben an. Langfristboni sollen künftig komplett verfallen, wenn die Allianz-Aktie den Branchenindex STOXX Europe 600 Insurance über vier Jahre um mehr als 25 Prozentpunkte unterschreitet. Bislang lag der Puffer bei üppigen 50 Prozentpunkten. Die Messlatte für das Management rückt damit deutlich näher.
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Ausschüttungen stützen den Kurs
Einen Tag nach der Hauptversammlung wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Beim aktuellen Kursniveau errechnet sich eine Rendite von rund 4,4 Prozent. Historisch legte das Papier in den zwei Wochen vor dem Stichtag im Schnitt um 4,6 Prozent zu. Ausreißer nach oben und unten sind bei diesem Muster allerdings einkalkuliert.
Flankiert wird die Dividende von einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm. Seit März sammelt der Konzern Papiere am Markt ein. Das verknappt das Angebot spürbar. Seit Ende 2021 ist die Zahl der ausstehenden Aktien bereits um rund sieben Prozent gesunken.
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Rückkehr des Q1-Berichts
Am 13. Mai folgt der wichtigste fundamentale Termin. Eine geänderte EU-Transparenzrichtlinie zwingt die Allianz, ihre 2016 eingestellten Berichte zum ersten und dritten Quartal wieder aufzunehmen. Das Management strebt für das laufende Jahr ein operatives Ergebnis von rund 17,4 Milliarden Euro an. Das entspricht exakt dem Rekordniveau des Vorjahres.
Ein möglicher Bremsklotz zeichnet sich bereits ab. Die Kreditversicherungstochter Allianz Trade verzeichnete im abgelaufenen Jahr einen weltweiten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. Allein in Deutschland kletterte die Zahl der Pleiten um elf Prozent auf gut 24.300 Fälle. Ein weiterer, wenn auch moderaterer Anstieg wird für 2026 erwartet.
Höhere Kreditausfälle belasten dieses Segment direkt. Ob das operative Polster der Allianz ausreicht, um solche Effekte abzufedern, zeigt der anstehende Quartalsbericht. Liefern die Zahlen am 13. Mai eine Bestätigung der Jahresziele, könnte die Aktie den Widerstand bei 394,80 Euro testen.
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