Der Versicherungsgigant macht ernst und sammelt im großen Stil eigene Papiere vom Markt ein. Während die Kreditversicherungstochter vor einer neuen Welle an Firmenpleiten warnt, pumpt der Mutterkonzern Milliarden in die Kurspflege. Das Tempo des aktuellen Rückkaufprogramms ist beachtlich.
Systematische Verknappung stützt den Kurs
Seit Mitte März läuft das neue, bis zu 2,5 Milliarden Euro schwere Erwerbsprogramm der Münchner. Die Taktung ist hoch: Allein bis Anfang April sammelte die beauftragte Bank bereits über eine Million Papiere über Xetra und andere Handelsplätze ein. Dieser Schritt reiht sich nahtlos in eine langfristige Strategie ein. Seit Ende 2021 schrumpfte die Anzahl der ausstehenden Aktien um rund sieben Prozent auf 380,4 Millionen Stück.
Diese kontinuierliche Reduzierung des Angebots macht sich auch im Chartbild bemerkbar. Die Aktie, die am vergangenen Freitag bei 377,30 Euro aus dem Handel ging, konnte zuletzt die wichtige 100-Tage-Linie nach oben durchbrechen und signalisiert damit technische Stärke.
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Warnsignale aus dem operativen Geschäft
Trotz der satten Gewinne am Kapitalmarkt ziehen am wirtschaftlichen Horizont dunkle Wolken auf. Die konzerneigene Kreditversicherungstochter Allianz Trade rechnet für das laufende Jahr 2026 mit einem globalen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um fünf Prozent. In Deutschland droht mit rund 24.500 erwarteten Fällen sogar der höchste Stand seit zwölf Jahren.
Diese makroökonomische Entwicklung birgt das Risiko steigender Schadenszahlungen für die Sparte. Eine spürbare Entspannung der Pleitewelle prognostizieren die hauseigenen Experten erst für das Jahr 2027.
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Heißer Mai für Anleger
Bislang hält das Management an seinem ehrgeizigen Ziel fest, im Gesamtjahr ein operatives Ergebnis von rund 17,4 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Im kommenden Monat verdichten sich nun die entscheidenden Termine für Aktionäre:
- 7. Mai: Hauptversammlung mit Wahl des neuen Aufsichtsratschefs Dr. Jörg Schneider
- 8. Mai: Ex-Tag für die vorgeschlagene Dividende von 17,10 Euro (Plus 11 Prozent)
- 12. Mai: Geplante Auszahlung der Gewinnbeteiligung
- 13. Mai: Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal
Die Vorlage der Quartalsergebnisse Mitte Mai liefert den ersten echten Härtetest für die Jahresprognose. Spätestens dann wird der Markt bewerten, ob das robuste operative Geschäft und die massiven Aktienrückkäufe ausreichen, um die potenziellen Belastungen durch die drohende Insolvenzwelle abzufedern.
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