Fünf Jahre lang schrieb eine zentrale deutsche Versicherungssparte der Allianz rote Zahlen. Nun meldet der Münchener Konzern die Rückkehr in die Gewinnzone. Das ist ein starkes Signal für den wichtigsten Markt des Versicherers.
Sanierung trägt Früchte
Der deutsche Markt bildet traditionell das Rückgrat der Allianz. Dass dieser Bereich nun wieder profitabel arbeitet, belegt den Erfolg der jüngsten Umbaumaßnahmen. Das Management hatte in den vergangenen Monaten gezielt an der Rentabilität geschraubt. Die harte Arbeit zahlt sich jetzt aus. Das operative Comeback stärkt die Gesamtperformance des Unternehmens.
Millionen für eigene Papiere
Flankiert wird der operative Erfolg von einem massiven Aktienrückkaufprogramm. Allein in der ersten Juniwoche sammelte die Allianz rund 448.000 eigene Papiere ein. Seit Mitte März stieg diese Zahl auf über drei Millionen Stück. Der Konzern kauft die Anteile direkt über die Frankfurter Börse. Diese Maßnahme stützt den Kurs zusätzlich.
Solides Fundament im Chart
An der Börse reagieren Anleger gelassen auf die Nachrichten. Die Aktie notiert aktuell bei 385,30 Euro. Damit hält sich das Papier knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 381,45 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Kurs ein leichtes Minus von 0,87 Prozent. Der mittelfristige Trend bleibt intakt.
Die operative Erholung im Heimatmarkt stützt das Vertrauen in die Strategie des Vorstands. Die nächste Bewährungsprobe steht bereits im Kalender. Im August veröffentlicht die Allianz ihre Zahlen für das zweite Quartal. Dann muss der Konzern belegen, dass der Aufwärtstrend in Deutschland nachhaltig ist.
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