Allianz Aktie: Solide, aber ohne Zünder

Der Versicherungskonzern Allianz erfüllt im vierten Quartal 2025 die Markterwartungen und kündigt ein Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Euro an. Die Solvabilitätsquote übertrifft Prognosen deutlich.

Allianz Aktie
Kurz & knapp:
  • Operativer Gewinn von 4,3 Milliarden Euro im Q4
  • Aktienrückkäufe über 2,5 Milliarden Euro geplant
  • Solvabilitätsquote erreicht starke 218 Prozent
  • Starke Nettozuflüsse im Asset Management

Der Münchener Versicherungsriese hat seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und liefert dabei exakt das ab, was der Markt erwartet hatte. Der operative Gewinn kletterte auf 4,3 Milliarden Euro, der Nettogewinn lag minimal unter den Prognosen. Keine großen Überraschungen also, weder positiv noch negativ.

Interessant wird es beim Blick ins Detail: In der Schaden- und Unfallversicherung erreichte Allianz einen operativen Gewinn von 2,13 Milliarden Euro. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag bei 93,6 Prozent – etwas höher als erwartet. Das klingt zunächst nach einer Schwäche, hat aber einen positiven Hintergrund: Der Konzern hat vorsichtiger kalkuliert und mehr Rückstellungen gebildet. Dafür fielen geringere Schäden durch Naturkatastrophen an, und die Kostenquote sank leicht.

Lebensversicherung und Asset Management im Plan

Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft erwirtschaftete Allianz 1,36 Milliarden Euro operativen Gewinn – knapp unter Konsens, aber mit solidem Neugeschäft. Die Vermögensverwaltung traf mit 928 Millionen Euro die Erwartungen punktgenau. Besonders erfreulich: Die Nettozuflüsse von 45,5 Milliarden Euro übertrafen die Schätzungen deutlich. Hier zeigt sich, dass Kunden dem Asset-Management-Arm weiterhin vertrauen.

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Aktionäre profitieren doppelt

Für Anleger wird es beim Thema Kapitalrückführung spannend. Die angekündigte Dividende von 17,10 Euro je Aktie liegt im Rahmen der Erwartungen. Doch zusätzlich kündigte Allianz ein Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Euro an – mehr als der Markt antizipiert hatte. Das stärkt die Kapitalrendite und signalisiert Vertrauen in die eigene Bewertung.

Ein weiteres starkes Signal: Die Solvabilitätsquote erreichte 218 Prozent und liegt damit deutlich über den Prognosen. Diese Kennzahl zeigt, wie komfortabel Allianz kapitalisiert ist – ein wichtiger Puffer in unsicheren Zeiten.

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Ausblick bleibt im erwarteten Korridor

Für 2026 stellt der Konzern einen operativen Gewinn von 17,4 Milliarden Euro in Aussicht, mit einer Bandbreite von plus/minus einer Milliarde Euro. Auch hier bewegt sich Allianz im Rahmen der Markterwartungen, mit leichtem Potenzial nach oben.

Unterm Strich liefert Allianz solide Arbeit ab – ohne spektakuläre Highlights, aber auch ohne böse Überraschungen. Die Aktie bleibt eine verlässliche Position im Depot, auch wenn die Fantasie für weitere Kurssprünge derzeit fehlt. Das erhöhte Rückkaufprogramm und die starke Kapitalbasis sind klare Pluspunkte. Für konservative Anleger, die auf Stabilität und Dividenden setzen, bleibt der Titel eine Halteposition.

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Über Felix Baarz 1880 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.