Während die Allianz ihr milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm routinemäßig vorantreibt, sendet die hauseigene Kreditversicherungstochter ein deutliches Warnsignal. Ein neuer Bericht prognostiziert weltweit steigende Unternehmensinsolvenzen, was besonders in wirtschaftlichen Schlüsselmärkten zu spürbaren Belastungen führen könnte. Diese widersprüchliche Nachrichtenlage trifft auf ein ohnehin schwächelndes Marktumfeld.
Warnung vor steigenden Zahlungsausfällen
Der jüngste Country Risk Atlas von Allianz Trade zeichnet auf den ersten Blick ein positives Bild der Makroökonomie. Für das Jahr 2025 verzeichnete der Bericht 36 Länder-Hochstufungen bei lediglich 14 Herabstufungen. Auf Unternehmensebene braut sich allerdings ein handfestes Problem für das Kreditversicherungsgeschäft zusammen.
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Moderates Umsatzwachstum und ein anhaltender Margendruck treiben die Insolvenzzahlen in die Höhe. Bis 2026 dürften die weltweiten Zahlungsausfälle ein Niveau erreichen, das 24 Prozent über dem Vor-Pandemie-Durchschnitt liegt. Besonders heikel ist dabei die Herabstufung von wirtschaftlichen Schwergewichten wie den USA und Frankreich, die zusammen mit Belgien und Brasilien rund ein Drittel des globalen Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Für den Weltmarktführer in der Kreditversicherung bedeutet diese Entwicklung in den Kernmärkten ein direktes Risiko für steigende Schadenquoten und einen höheren Rückstellungsbedarf.
Milliarden-Rückkauf stützt den Kurs kaum
Parallel zu diesen konjunkturellen Warnschüssen treibt der Mutterkonzern seine Kurspflege voran. Zwischen dem 13. und 20. März erwarb die Allianz knapp eine halbe Million eigene Papiere über die Börse. Diese Käufe sind Teil eines bis Ende 2026 laufenden Programms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro, bei dem die erworbenen Aktien anschließend eingezogen werden.
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Bislang kann diese milliardenschwere Maßnahme den Abwärtstrend am Markt nicht stoppen. Bei einem aktuellen Kurs von 351,10 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 9,67 Prozent. Zudem notiert der Titel weiterhin unterhalb der viel beachteten 200-Tage-Linie, die derzeit bei 364,18 Euro verläuft und einen technischen Widerstand darstellt.
Die anstehende Veröffentlichung der Quartalszahlen am 13. Mai wird konkrete Daten dazu liefern, inwieweit die fiskalischen Verwerfungen in den USA und Frankreich bereits auf die Bilanzen von Allianz Trade durchschlagen. Bis dahin bildet das laufende Aktienrückkaufprogramm einen der wenigen stützenden Faktoren in einem von makroökonomischer Unsicherheit geprägten Umfeld.
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