Am Mittwoch markierte die Allianz-Aktie mit knapp 394 Euro noch ein frisches Dekadenhoch. Heute blicken Aktionäre auf tiefrote Vorzeichen. Ein massiver Dividendenabschlag und eine skeptische Analystenstimme bremsen die Rekordjagd des Versicherers abrupt aus.
Milliarden-Ausschüttung drückt den Kurs
Der optische Kursrutsch am heutigen Freitag hat einen vorhersehbaren Grund. Die Aktie wird ex Dividende gehandelt. Auf der gestrigen Hauptversammlung in München stand die vorgeschlagene Ausschüttung von 17,10 Euro je Anteilsschein zur Abstimmung. Das entspricht einer Anhebung um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Aktionäre sollen das Geld am 12. Mai auf ihre Konten erhalten. Damit setzt der Dax-Konzern seine verlässliche Ausschüttungspolitik fort. Seit 17 Jahren hat die Allianz ihre Dividende nicht mehr gekürzt. Parallel dazu stützt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm den Kurs.
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KI-Sorgen belasten die Stimmung
Für echte Verunsicherung sorgte im Vorfeld des Aktionärstreffens eine neue Einschätzung von Barclays. Die britische Investmentbank stufte die Allianz auf „Underweight“ ab. Das Kursziel senkten die Analysten auf 350 Euro. Als Begründung verwiesen sie auf strukturelle Risiken durch Künstliche Intelligenz, die das Geschäftsmodell langfristig bedrohen könnten.
Der Markt reagierte prompt. Die Papiere gaben spürbar nach und rutschten unter die Marke von 380 Euro. Dem pessimistischen Ausblick stehen allerdings starke Fundamentaldaten gegenüber. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Versicherer einen Rekordgewinn von 17,4 Milliarden Euro. Die Solvency-II-Quote liegt bei komfortablen 218 Prozent.
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Strengere Regeln für das Management
Auf der Hauptversammlung justierte Aufsichtsratschef Michael Diekmann, der sein Amt an den designierten Nachfolger Jörg Schneider übergeben soll, die Vergütungsregeln neu. Die Hürden für Vorstandsboni steigen spürbar. Langfristige Prämien verfallen künftig schon, wenn die Aktie den europäischen Versicherungsindex über vier Jahre um mehr als 25 Prozentpunkte unterschreitet. Bisher lag der Puffer bei 50 Punkten.
Derweil baut sich im operativen Geschäft Gegenwind auf. Die konzerneigene Kreditversicherung Allianz Trade registriert weltweit steigende Unternehmenspleiten. Allein in Deutschland kletterte die Zahl der Insolvenzen zuletzt um elf Prozent. Für das laufende Jahr rechnet die Tochtergesellschaft mit weiteren Ausfällen.
Am 13. Mai legt die Allianz ihre Quartalszahlen vor. Der Bericht liefert den ersten konkreten Hinweis darauf, ob das Management sein Jahresziel von rund 17,4 Milliarden Euro beim operativen Ergebnis erreichen kann.
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