Der Finanzdienstleister Ally Financial hat am 21. Januar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die haben es in sich. Das bereinigte Ergebnis je Aktie schoss um satte 40 Prozent auf 1,09 Dollar nach oben. Analysten hatten nur 1,03 Dollar erwartet. Doch statt Applaus gab es einen Dämpfer: Die Aktie rutschte im vorbörslichen Handel um 3,7 Prozent auf 40,85 Dollar ab.
Was läuft hier schief? Die Antwort liegt wohl weniger in den Quartalszahlen selbst als vielmehr in den Sorgen der Investoren über die Zukunft. Trotz beeindruckender Verbesserungen scheinen Zweifel am Ausblick und den Marktbedingungen zu überwiegen.
Zahlen, die überzeugen sollten
Das vierte Quartal 2025 brachte einen GAAP-Nettogewinn von 300 Millionen Dollar – verglichen mit mageren 81 Millionen im Vorjahresquartal. Die Eigenkapitalrendite auf Basis des materiellen Eigenkapitals (Core ROTCE) kletterte von 9,3 auf 11,1 Prozent. Der Gesamtumsatz belief sich auf 2,12 Milliarden Dollar, während sich die Effizienzquote von 67,1 auf 58,9 Prozent verbesserte.
Noch eindrucksvoller fiel das Gesamtjahr aus: Der bereinigte Gewinn je Aktie sprang um 62 Prozent auf 3,81 Dollar. Die Core ROTCE für 2025 erreichte 10,4 Prozent – ein Plus von 45 Prozent gegenüber 7,1 Prozent im Jahr 2024.
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Auto-Sparte unter Druck
Doch nicht alles glänzt. Das Auto-Finanzierungsgeschäft, Allys größtes Standbein, zeigte Schwächen. Der Vorsteuergewinn in diesem Segment sank auf 372 Millionen Dollar – ein Minus von 25 Millionen gegenüber dem Vorjahresquartel. Grund dafür waren niedrigere Nettozinserträge und höhere Betriebskosten.
Immerhin: Die Kreditausfälle im Retail-Geschäft verbesserten sich auf 2,14 Prozent, ein Rückgang um 20 Basispunkte im Jahresvergleich. Die Neufinanzierungen stiegen um 0,6 Milliarden auf 10,8 Milliarden Dollar, wobei 62 Prozent auf Gebrauchtwagen entfielen.
Kapitalrückführung signalisiert Zuversicht
Ally zeigt sich selbstbewusst: Der Vorstand genehmigte ein Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Dollar ohne zeitliche Begrenzung. Die Kernkapitalquote (CET1) verbesserte sich auf 10,2 Prozent – 40 Basispunkte über dem Vorjahr. Das Unternehmen verfügt über 4,8 Milliarden Dollar Kapital oberhalb der von der Federal Reserve geforderten Mindestquote von 7,1 Prozent.
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Der bereinigte materielle Buchwert je Aktie stieg um beachtliche 18,6 Prozent auf 40,38 Dollar. Für das erste Quartal 2026 wurde eine Dividende von 0,30 Dollar je Aktie angekündigt.
Ausblick mit Fragezeichen
Für 2026 stellt Ally eine Nettozinsmarge zwischen 3,60 und 3,70 Prozent in Aussicht – deutlich über den 3,47 Prozent von 2025. Die Kreditausfälle im Auto-Geschäft sollen auf 1,8 bis 2,0 Prozent sinken, verglichen mit 1,97 Prozent im Vorjahr.
CEO Michael Rhodes betonte, die fokussierte Strategie zeige Wirkung. CFO Russ Hutchinson kündigte an, man werde nicht zwischen Wachstum und Innovation wählen müssen – beides sei möglich.
Warum also die verhaltene Reaktion der Börse? Offenbar wiegen die Unsicherheiten schwerer als die starken Zahlen. Die Schwäche in der Auto-Sparte, mögliche regulatorische Änderungen und die strategischen Investitionen in KI und Cybersecurity scheinen die Anleger zu verunsichern. Der Markt verlangt nach mehr als nur guten Ergebnissen – er will Gewissheit über die Zukunft.
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