Am vergangenen Freitag sorgten Berichte über Finanzierungsfragen bei Wolfram-Minen für Zurückhaltung unter den Anlegern von Almonty. Gleichzeitig vollzieht der Bergbaukonzern eine deutliche Konzentration seiner Handelsplätze. Nach dem Abschied von der Börse in Toronto folgte zum 1. September das Delisting von der australischen Börse ASX. Damit richtet das Unternehmen seinen Kapitalmarktauftritt vor allem auf die US-Börse Nasdaq aus.
Im deutschen Handel notiert die Aktie heute bei 12,14 Euro. Über einen Zeitraum von 30 Tagen summiert sich der Rückgang damit auf 14 Prozent, während seit Jahresanfang noch ein Kurszuwachs von 53 Prozent verbleibt.
Die jüngsten Kursausschläge spiegeln eine Phase des operativen Übergangs wider. Almonty wandelt sich von einem Erschließungsbetrieb hin zu einem großvolumigen Produzenten. In diesem Prozess achten Marktteilnehmer besonders auf den Kapitalbedarf, der für den weltweiten Ausbau der Minenprojekte anfällt.
Solide Liquidität und genehmigter Aktienrückkauf
Rückhalt bietet dabei die finanzielle Ausstattung. Durch den erfolgreichen Abschluss einer überzeichneten Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar belief sich der Barmittelbestand zuletzt auf 1,2 Milliarden kanadische Dollar.
Um das Vertrauen in die finanzielle Stabilität zu unterstreichen, beschloss das Direktorium vor rund einem Monat ein umfassendes Aktienrückkaufprogramm. Die Ermächtigung erstreckt sich über einen Zeitraum von 36 Monaten bis August 2029 und erlaubt den Erwerb von rund fünf Prozent der ausstehenden Anteile.
Fortschritte in Südkorea und Afrika
Operativ setzt das Management auf den Ausbau der globalen Förderkette. Vor über einem Monat meldete Almonty den Start des Verarbeitungsbetriebs in der südkoreanischen Sangdong-Mine in der Provinz Gangwon. Ergänzend dazu verlängerte der Konzern seine Abnahmevereinbarung mit GTP um sechs Jahre und hob das Vertragsvolumen um 40 Prozent an.
Zusätzliche Reserven sicherte sich die Gesellschaft am vergangenen Montag über ein neues Joint Venture in Ruanda. Im Rahmen der Vereinbarung übernahm das ostafrikanische Land eine Beteiligung von 25 Prozent an Almonty Rwanda. Almonty erhielt im Gegenzug die Abbaurechte für die Shyorongi-Konzession sowie die zugehörige Verarbeitungslizenz.
Mit dem Anlauf der Förderung in Südkorea und den gesicherten Vorkommen in Afrika treibt das Unternehmen seinen Ausbauplan voran. Für Marktbeobachter bleibt entscheidend, wie reibungslos der weitere Hochlauf der Minen gelingt und ob die Liquiditätspolster ausreichen, um die Projekte bis zur nachhaltigen Profitabilität zu tragen.
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