Almonty hat ein Quartal vorgelegt, das den Investmentcase sichtbar verändert. Der Wolframproduzent verbrennt operativ kein Geld mehr, sondern erwirtschaftet Cashflow. Der eigentliche Test kommt aber erst jetzt: Die Mine Sangdong spielte bislang kaum eine Rolle.
Vom Cashburn zum Cashflow
Der Umsatz sprang um 221 Prozent auf 25,4 Millionen CAD. Der operative Cashflow lag bei 9,7 Millionen CAD, nach einem Abfluss im Vorjahr. Das ist der klare Bruch mit der alten Wahrnehmung.
Auch das bereinigte EBITDA drehte auf 6,1 Millionen CAD ins Plus. Der Nettoverlust schrumpfte auf 5,3 Millionen CAD. Ein großer Teil des Verlusts stammt aus nicht zahlungswirksamen Bewertungseffekten bei Derivaten und Warrants.
Die Bilanz wirkt deutlich entspannter. Ende März lagen die liquiden Mittel bei 259,9 Millionen CAD, das Working Capital bei 169,5 Millionen CAD. Damit hat Almonty Spielraum für den Ausbau der nächsten Produktionsstufe.
Sangdong ist der Hebel
Bemerkenswert ist, was in den Zahlen fast noch fehlt. Der Schub kam im Wesentlichen aus Panasqueira in Portugal. Sangdong in Südkorea steuerte kaum Ergebnis bei, obwohl das Projekt als Flaggschiff gilt.
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Ab dem zweiten Quartal dürfte sich das ändern. Dann rückt der Hochlauf der Mine in den Mittelpunkt. Almonty will Phase eins in den kommerziellen Betrieb bringen und danach die zweite Ausbaustufe starten.
Das Ziel ist klar: Bis 2027 soll die Kapazität auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Gelingt der Hochlauf sauber, ändern sich Umsatzbasis und Margenprofil spürbar.
Wolframpreis liefert Rückenwind
Der Preis für Ammoniumparawolframat hat sich massiv bewegt. Anfang 2026 lag die Notierung in Rotterdam noch bei rund 900 US-Dollar je MTU. Inzwischen steht sie über 3.200 US-Dollar.
Die Angebotsseite bleibt angespannt. China nutzt seit Februar 2025 Exportlizenzen, seit Januar 2026 greifen strengere Dual-Use-Regeln. Nachfrage kommt aus Rüstung, Halbleitern, KI-Anwendungen und Fusionsforschung.
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An der Börse läuft die Aktie dieser Entwicklung nicht mehr geradlinig hinterher. Am Freitag schloss sie bei 24,02 CAD und verlor 4,68 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 10,64 Prozent.
Die Abkühlung ist nach der Rally kaum überraschend. Seit Jahresanfang bleibt der Wert fast verdoppelt. Über ein Jahr liegt das Plus bei 545,70 Prozent.
Analysten bleiben dennoch konstruktiv. D.A. Davidson erhöhte das Kursziel auf 25,00 US-Dollar und verweist auf ein schweres Defizit beim primären Wolframangebot. BofA Securities nennt 23,00 US-Dollar als Ziel.
Die Erwartungen sind steil. BofA schätzt den Umsatz für dieses Jahr auf rund 670 Millionen CAD. Für das Folgejahr steht bereits eine Projektion von 1,32 Milliarden CAD im Raum.
Am 20. Mai präsentiert CEO Lewis Black auf der virtuellen IIF-Investorenkonferenz. Am 1. Juni übernimmt Jorge Beristain den Finanzvorstand, am 9. Juni folgt die Hauptversammlung in Toronto. Der Markt wird vor allem auf Hinweise zum Sangdong-Hochlauf achten.
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