Almonty Industries treibt die strategische Neuausrichtung seiner weltweiten Wolfram-Aktivitäten voran. Neben dem klassischen Minenbetrieb setzt das Rohstoffunternehmen verstärkt auf langfristige Abnahmeverträge und Partnerschaften auf mehreren Kontinenten. Dieser operative Ausbau vollzieht sich an den Finanzmärkten vor dem Hintergrund deutlicher Kursschwankungen. Am gestrigen Donnerstag schloss die Aktie bei 10,96 Euro, was einem Tagesrückgang von 8,4 Prozent entspricht.

Trotz dieser jüngsten Konsolidierung verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Plus von 38 Prozent. Die längerfristige Entwicklung reflektiert die Bemühungen des Konzerns, bestehende Liegenschaften effizienter zu nutzen und zusätzliche Vorkommen vertraglich abzusichern.

Langfristiger Abnahmevertrag in Spanien

Einen wichtigen Meilenstein markiert die Vereinbarung für das spanische Projekt Los Santos. Am 17. September schloss Almonty einen mehrjährigen Take-or-pay-Liefervertrag für Wolframkonzentrat mit der Wolfram Bergbau und Hütten AG ab, einer Tochtergesellschaft der Sandvik-Gruppe. Gegenstand des Kontrakts ist die wirtschaftliche Wiederaufbereitung von Haldenmaterial der Mine.

Die Vereinbarung umfasst ein Mindestvolumen von rund 1.720 Tonnen enthaltenem WO₃. Zudem beinhaltet der Kontrakt eine bedingte Einmalzahlung in Höhe von 3,0 Millionen US-Dollar für die Abnahmerechte. Damit monetarisiert das Unternehmen vorhandene Reststoffbestände, ohne zusätzliche Minenkapazitäten vor Ort aufbauen zu müssen.

Asiatische und afrikanische Standorte im Ausbau

Parallel dazu verzeichnet das Unternehmen Fortschritte an seinen weiteren Standorten. Den Start der kommerziellen Wolframproduktion vollzog Almonty vor gut einer Woche, seither gab der Kurs um 10,9 Prozent nach.

Die Basis dafür bildete die behördliche Genehmigung der Verarbeitungs- und Brecheranlagen in Sangdong. Mit diesen Zertifikaten erfüllte das Unternehmen die letzte formale Anforderung für die kommerzielle Erzaufbereitung sowie den Vertrieb in Südkorea und auf internationalen Märkten.

Zusätzliche Reserven sicherte sich das Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent. Das Abkommen mit Ruanda über ein Wolfram-Joint-Venture schloss Almonty vor über einem Monat.

Im Rahmen der verbindlichen Vereinbarung behält das Unternehmen 75 Prozent an Almonty Rwanda Pty Ltd, während die Regierung von Ruanda 25 Prozent hält. Im Gegenzug erhielt der Konzern die Explorationskonzession für Shyorongi sowie eine Lizenz zur Erzverarbeitung.

Durch die Vereinbarungen in Spanien, Südkorea und Ruanda verfügt das Unternehmen über ein breiter aufgestelltes Projektportfolio. Für Marktbeobachter steht in den kommenden Monaten vor allem die praktische Abwicklung der Liefervereinbarungen sowie die verlässliche industrielle Verarbeitung der Konzentrate im Fokus.