Mit einem umfangreichen Aktienrückkauf setzt Almonty Industries parallel zum Hochlauf seiner südkoreanischen Wolframmine ein deutliches Signal an den Kapitalmarkt. Wie CEO Lewis Black in einem Aktionärsbrief mitteilte, hat das Bergbauunternehmen 2.914.739 eigene Aktien eingezogen.
Das Gesamtvolumen für diese Transaktionen belief sich auf rund 48 Millionen US-Dollar. Ergänzend plant die Gesellschaft, ein automatisches Rückkaufprogramm einzurichten.
Zunehmende Auslastung der Sangdong-Verarbeitung
Der Rückkauf erfolgt in einer Phase operativer Weichenstellungen. In der Sangdong-Mine in Südkorea, wo nach Angaben des Unternehmens kürzlich das erste Wolframkonzentrat seit 1993 produziert wurde, läuft der Betrieb schrittweise an. Die Mühle arbeitet derzeit an sieben Tagen in der Woche jeweils 13 Stunden. Ziel des Managements ist es, die Betriebszeit auf einen vollen 24-Stunden-Betrieb auszuweiten.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die Phase II der Minenentwicklung voran, deren Fertigstellung für das Jahr 2027 anvisiert wird. Die südkoreanischen Behörden hatten zuvor mit den abschließenden Inspektionszertifikaten den Weg für die Verarbeitung und den Export von Konzentrat freigemacht.
Getrennte Einschätzungen am Analystenmarkt
Die jüngsten operativen Fortschritte und Kapitalmaßnahmen stoßen bei Analysten auf unterschiedliche Bewertungen. Sphene Capital bekräftigte am 28. September eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 26,40 US-Dollar.
Die Experten verwiesen darauf, dass die langfristige Abnahmevereinbarung mit der Sandvik-Tochter WBH für das Material der spanischen Mine Los Santos das Risiko eines Neustarts verringere und die künftige Cashflow-Sichtbarkeit verbessere.
Zurückhaltender äußerte sich Goldman Sachs. Das US-Institut nahm die Beobachtung am 24. September mit einer Einstufung auf Neutral und einem Kursziel von 13,00 US-Dollar auf. Zur Begründung hieß es, die Bewertung spiegele bereits anhaltend außergewöhnliche Bedingungen am Wolframmarkt sowie ein anspruchsvolles Produktionsprofil in Sangdong wider.
An der Börse notierte das Papier am Freitag bei einem Schlusskurs von 11,91 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursgewinn damit auf 50 Prozent. Die Einziehung der Aktien und die geplante Verstetigung von Rückkäufen unterstreichen den Versuch der Unternehmensführung, den bilanziellen Spielraum neben dem Hochlauf der Minenprojekte aktiv zu gestalten.
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