Almonty Industries ruft seine Aktionäre zur Abstimmung. Am 9. Juni 2026 findet die Hauptversammlung statt. Das Management will sich die strategische Neuausrichtung bestätigen lassen – den Wandel vom Entwickler zum etablierten Wolframproduzenten. Anleger haben bis zum 5. Juni, 10:00 Uhr ET, Zeit, ihre Stimmrechte auszuüben.
Milliardenfinanzierung und operative Wende
Der Vorstand kandidiert geschlossen zur Wiederwahl. Grundlage ist ein Jahr voller Meilensteine. Kernstück: der Produktionsstart der Sangdong-Mine in Südkorea. Um die Expansion zu finanzieren, sammelte Almonty Kapital in den USA ein – 90 Millionen Dollar durch den NASDAQ-Börsengang, weitere 129 Millionen Dollar durch eine Kapitalerhöhung im Dezember 2025.
Mit diesen Mitteln sicherte sich das Unternehmen die volle Kontrolle über das Gentung-Browns-Lake-Projekt in Montana. Parallel dazu laufen umfangreiche Bohrprogramme in Südkorea und Portugal. Das Ziel: die Wolfram-Versorgungskette für westliche Märkte unabhängiger von China zu machen.
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Geopolitische Treiber und Verteidigungsnachfrage
China hatte 2025 Exportbeschränkungen für Wolfram verhängt. Die Folge: ein Run auf kritische Rohstoffe. Mindestens 18 Minenunternehmen streben 2026 eine US-Notierung an. Die USA starteten im Februar „Project Vault“ – ein 12 Milliarden Dollar schweres Programm zum Aufbau strategischer Rohstoffreserven.
Almonty hat seinen Hauptsitz in die USA verlegt. Mit den südkoreanischen und nordamerikanischen Assets will das Unternehmen den wachsenden Bedarf an Wolfram für Rüstungsanwendungen decken. Die strategische Positionierung scheint aufgegangen zu sein.
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Marktbewertung und Kurspotenzial
Der Aktienkurs notierte am Montag bei 26,92 CAD. Das sind 16 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 32,07 CAD. Auf Jahressicht steht ein Plus von über 550 Prozent. Der RSI liegt bei 91,2 – technisch gesehen ist die Aktie überkauft.
Neun Analysten bewerten das Papier mit „Kaufen“. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 27,44 CAD. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von knapp vier Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei umgerechnet rund 7,7 Milliarden CAD. Bei einem Umsatz von 50 Millionen Dollar steht ein Nettoverlust von 132 Millionen Dollar in den Büchern. Die Barreserven betragen nach den Kapitalmaßnahmen rund 260 Millionen Dollar.
Die kommenden Quartale werden zeigen, ob der Wandel in operative Substanz mündet. Am 9. Juni geben die Aktionäre ihre Richtung vor.
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