Almonty Industries hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, die das Unternehmen bis 2031 mit Liquidität ausstattet. Der Wolfram-Produzent hat Wandelanleihen im Volumen von 700 Millionen US-Dollar emittiert. Die Transaktion wurde am 14. Juni 2026 finalisiert.

Konditionen der Wandelanleihe

Die Anleihen tragen einen festen Zinssatz von 2,25 Prozent und laufen bis Juli 2031. Für ein Unternehmen mit einem laufenden Nettoverlust von 132,6 Millionen kanadischen Dollar ist die erfolgreiche Platzierung ein klares Signal: Institutionelle Investoren setzen auf Almontys langfristige Produktionspläne.

Die Kapitalstruktur ist damit bis Mitte des Jahrzehnts gesichert. Das schafft Spielraum für die laufenden Minenentwicklungen.

Kurs erholt sich — Bewertungslücke bleibt

Die Märkte reagierten positiv. Am 14. Juni kletterte die Aktie um 4,08 Prozent auf 24,75 kanadische Dollar. Über sieben Tage summiert sich das Plus auf gut 9 Prozent.

Allerdings klafft zwischen Marktpreis und rechnerischem Wert eine erhebliche Lücke. Eine DCF-Analyse beziffert den fairen Wert auf 56,91 kanadische Dollar je Aktie. Das wäre mehr als das Doppelte des aktuellen Kursniveaus.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 19,7 — weit über dem Branchenschnitt von 2,8. Dieser Aufschlag spiegelt die Erwartungen an die künftige Produktion wider, nicht die bisherigen Ergebnisse.

Analystenausblick

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 27,37 kanadischen Dollar. Das entspricht einem moderaten Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs. Gemessen am DCF-Wert bleibt dieses Ziel jedoch konservativ.

Mit der frischen Liquidität muss Almonty nun zeigen, wie schnell sich die Nettoverluste reduzieren lassen. Die nächste Bewährungsprobe liefern die operativen Kennzahlen aus dem laufenden Minenausbau.