Almonty Industries schließt eine gewaltige Finanzierungsrunde ab. Der Wolfram-Produzent sichert sich frisches Kapital in Höhe von 800 Millionen US-Dollar. Damit ist der Weg für das wichtigste Projekt des Unternehmens frei. An der Börse kommt dieser Schritt gut an.

Wandelanleihe füllt die Kassen

Die überzeichnete Privatplatzierung besteht aus Wandelanleihen mit Fälligkeit im Jahr 2031. Investoren erhalten einen jährlichen Kupon von 2,25 Prozent. Nach Abzug der Transaktionskosten fließen Almonty netto rund 773 Millionen US-Dollar zu.

Der Wandlungspreis liegt bei 27,40 US-Dollar je Aktie. Um eine Verwässerung für bestehende Aktionäre abzufedern, nutzt das Management sogenannte Capped Calls. Diese deckeln den Preis bei gut 41 US-Dollar. Das entspricht einem Aufschlag von 100 Prozent auf den Referenzkurs.

Das frische Geld fließt direkt in die Sangdong-Mine in Südkorea. Almonty will sich als führender Lieferant für Wolfram außerhalb Chinas etablieren. Das Metall gilt als kritischer Rohstoff für Rüstung und Technologie. Analysten von Oppenheimer werten die gesicherte Finanzierung positiv. Sie sehen das Kursziel bei 25 kanadischen Dollar.

Index-Aufstieg als nächster Treiber

Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Plus von knapp vier Prozent auf 24,75 kanadische Dollar. Auf Wochensicht steht ein Gewinn von neun Prozent auf der Anzeigetafel. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs damit bereits mehr als verdoppelt.

Ende Juni steht der nächste Katalysator an. Am 29. Juni rückt Almonty in den Russell 1000 Index auf. Die Folge: automatische Käufe durch institutionelle Fonds. Das dürfte für zusätzliche Nachfrage nach den Papieren sorgen.