Almonty Industries hat am Donnerstag eine Wandelanleihe im Volumen von bis zu 800 Millionen US-Dollar angekündigt — und die Aktie verlor im nachbörslichen Handel prompt rund 12 Prozent. Das Timing war pikant: Die Bekanntmachung fiel auf denselben Tag wie die Frist zur Stimmrechtsausübung vor der Hauptversammlung.
700 Millionen Dollar, 2,25 Prozent Zins
Der Tungstenproduzent platziert 700 Millionen US-Dollar an vorrangigen Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit 2031 bei qualifizierten institutionellen Investoren. Erstkäufer erhalten eine 13-tägige Option auf weitere 100 Millionen US-Dollar.
Der Wandlungspreis liegt bei rund 27,40 US-Dollar je Aktie. Die Papiere tragen einen Jahreszins von 2,25 Prozent, zahlbar halbjährlich ab Januar 2027. Nach Abzug von Rabatten und Kosten schätzt Almonty den Nettoerlös auf knapp 676 Millionen US-Dollar — bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf rund 773 Millionen.
So soll das Geld fließen
Der Löwenanteil des Erlöses — rund 543 Millionen US-Dollar — fließt in Betriebskapital und allgemeine Unternehmenszwecke, einschließlich möglicher Akquisitionen. Weitere 83 Millionen US-Dollar entfallen auf sogenannte Capped-Call-Transaktionen, die die Verwässerung der Stammaktien bei einer Wandlung begrenzen sollen. Rund 50 Millionen US-Dollar nutzt das Unternehmen zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?
Ab Juli 2029 kann Almonty die Anleihe kündigen — sofern der Aktienkurs über einen bestimmten Zeitraum 130 Prozent des Wandlungspreises übersteigt.
Starker Lauf, nervöse Reaktion
Die Aktie schloss am Donnerstag bei 28,86 CAD. Auf Jahressicht hat das Papier mehr als 500 Prozent zugelegt — einer der stärksten Kursgewinne im gesamten Bergbausegment. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus rund 140 Prozent.
Kein Wunder, dass Anleger bei einer Kapitalmaßnahme dieser Größenordnung nervös reagieren. Der Wandlungspreis von 27,40 US-Dollar liegt knapp unter dem aktuellen Kurs — das Verwässerungspotenzial ist real, auch wenn die Capped Calls es abfedern sollen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?
Russell-Aufnahme als Rückenwind
Operativ liefert Almonty belastbare Zahlen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA war mit 6,1 Millionen US-Dollar positiv, der operative Cashflow betrug 9,7 Millionen US-Dollar.
Hinzu kommt ein struktureller Nachfragekatalysator: Ende Mai kündigte Almonty an, ab dem 29. Juni in den Russell 1000 und den Russell 3000 aufgenommen zu werden. An diesen Indizes sind rund 12,2 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten ausgerichtet. Index-Fonds und ETFs sind verpflichtet, Bestandteile entsprechend ihrer Gewichtung zu halten — die Aufnahme zieht systematische Kauforders nach sich.
Die Hauptversammlung am 9. Juni in Toronto steht nun unter doppeltem Vorzeichen: Aktionäre stimmen über Vorstand und Governance ab — und werden die frische Milliarden-Anleihe einordnen müssen.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 5. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


