Almonty Aktie: 89 Prozent Jahresgewinn trotz Crash

Almonty platziert überzeichnete Wandelanleihe über 700 Mio. USD, der Aktienkurs bricht um 21 Prozent ein. Anleger fürchten Verwässerungseffekte.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Wandelanleihe über 700 Mio. USD platziert
  • Aktie verliert 21 Prozent an einem Tag
  • Umsatzsteigerung von 221 Prozent im Quartal
  • Russell-Aufnahme für Ende Juni angekündigt

Die Nachricht war eigentlich positiv – und trotzdem bricht der Kurs ein. Almonty platzierte eine Wandelanleihe über 700 Millionen US-Dollar, massiv überzeichnet. Die Anleger reagierten dennoch mit einem heftigen Ausverkauf.

Die Aktie verlor am Freitag 21 Prozent auf 22,70 CAD. Damit notiert der Titel rund 32 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD. Der RSI von 39 signalisiert, dass die Aktie in den überverkauften Bereich rutscht – bei einer annualisierten Volatilität von über 100 Prozent keine Seltenheit.

Verwässerungseffekt trifft Sentiment

Die Wandelanleihe mit Laufzeit bis 2031 bringt Almonty zwar dringend benötigtes Kapital. Doch Investoren fürchten den Verwässerungseffekt: Werden die Anleihen in Aktien getauscht, steigt die Zahl der ausstehenden Papiere. Die Ankündigung eines derart großen Volumens – gemessen an der Marktkapitalisierung von rund 6 Milliarden CAD ein signifikanter Schritt – drückte entsprechend auf die Stimmung.

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Das frische Geld soll vor allem in operative Projekte fließen. Almonty betreibt die Sangdong-Mine in Südkorea und die Panasqueira-Mine in Portugal. In Montana läuft zudem das Gentung-Projekt, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein soll. Wolfram gilt als kritisches Mineral für Verteidigung und Hightech.

Starke Geschäftszahlen, strategischer Rückenwind

Die Fundamentaldaten sprechen eine andere Sprache. Im ersten Quartal 2026 steigerte Almonty den Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar, erzielte ein positives bereinigtes EBITDA von 6,1 Millionen und einen operativen Cashflow von 9,7 Millionen Dollar. Zum Quartalsende lagen 259,9 Millionen Dollar in der Kasse.

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Mit dem Umzug der Konzernzentrale nach Dillon, Montana, unterstreicht das Management die strategische Positionierung als verlässlicher Wolfram-Lieferant für westliche Abnehmer – ein Thema, das durch Exportrestriktionen anderer Länder an Brisanz gewinnt.

Russell-Aufnahme als Kurstreiber?

Am 29. Juni 2026 wird Almonty in den Russell 1000 und den Russell 3000 aufgenommen. Indexfonds müssen dann automatisch Aktien kaufen, was zusätzliche Nachfrage generieren dürfte. Der Schritt unterstreicht die Marktkapitalisierung des Unternehmens unter den großen US-Werten.

Seit Jahresbeginn steht Almonty dennoch mit einem Plus von knapp 89 Prozent da, auf Zwölfmonatssicht sogar mit 376 Prozent. Die aktuelle Korrektur ist aus charttechnischer Sicht heftig, könnte aber im Vorfeld der Indexaufnahme neue Käufer anlocken.

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