Almonty Industries gibt am Montag frühe Kursgewinne wieder ab. Anleger positionieren sich vor dem nächsten Quartalsbericht des Wolfram-Produzenten. Am 10. August 2026 pendelt die Aktie zwischen 13,66 und 14,75 US-Dollar, bevor sie bei 13,70 US-Dollar aus dem Handel geht — 7,1 Prozent unter dem Tageshoch.
Handelsvolumen bleibt unter dem Durchschnitt
Trotz der Schwankungen fällt das Handelsvolumen schwächer aus als sonst. Es erreicht 6,05 Millionen Aktien, verglichen mit einem Durchschnitt von 8,05 Millionen. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 3,97 bis 24,41 US-Dollar. Zum Handelsschluss bringt Almonty eine Marktkapitalisierung von 3,88 Milliarden US-Dollar auf die Waage.
Optionshändler wetten auf einen kräftigen Ausschlag
Der Derivatemarkt signalisiert Nervosität vor den kommenden Zahlen. Optionen auf die Aktie preisen einen Kursausschlag von 8,7 Prozent nach der nächsten Ergebnisveröffentlichung ein, wie Marktdaten von CNN zeigen. Analystenschätzungen deuten auf einen kräftigen Sprung bei Umsatz und Gewinn hin — getrieben von der laufenden Produktionshochlaufphase an der südkoreanischen Flaggschiff-Mine des Unternehmens.
Der von Zacks zusammengestellte Konsens rechnet mit einer deutlichen Beschleunigung gegenüber dem Vorjahr. Analysten erwarten einen Quartalsgewinn von 0,10 US-Dollar pro Aktie, ein Plus von 300 Prozent. Beim Umsatz kalkuliert der Markt mit 52,66 Millionen US-Dollar — ein Anstieg von 912,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Datenplattform Public.com nennt denselben Gewinnschätzwert und rechnet mit einer Veröffentlichung später im August.
Ein starkes erstes Quartal als Fundament
Diese Erwartungen bauen auf einem bereits kräftigen Auftaktquartal auf. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Treiber war der deutliche Anstieg des Spotpreises für Wolfram-APT, unterstützt von einer stabilen operativen Leistung der Panasqueira-Mine.
Der operative Cashflow drehte auf plus 9,7 Millionen US-Dollar, nach minus 4,4 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Zum 31. März 2026 hält Almonty eine Kassenposition von 259,9 Millionen US-Dollar und ein Working Capital von 169,5 Millionen US-Dollar.
Nasdaq wird zur zentralen Handelsplattform
Der Kursrückgang fällt zusammen mit einer Neuordnung der Handelsplätze. Die australische Börse ASX hat dem freiwilligen Delisting von Almonty formell zugestimmt. Der CDI-Handel endet am 28. August 2026, das Delisting wird am 1. September 2026 wirksam. Zuvor hatte das Unternehmen bereits den Rückzug von der Torontoer Börse zum 31. Juli 2026 beschlossen.
Als Begründung nennt Almonty nicht fundamentale Probleme, sondern schlicht Handelsmuster. Die Volumina an der ASX seien im Vergleich zur Nasdaq niedrig und rückläufig — das sei der Hauptgrund für den Rückzug aus Australien.
Mit dem Wegfall der TSX-Notierung und dem bevorstehenden ASX-Austritt verschiebt sich die Preisfindung zunehmend auf die Nasdaq. Diese Konzentration der Liquidität dürfte Kursbewegungen rund um den anstehenden Quartalsbericht verstärken. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie schnell sich der Produktionshochlauf der Sangdong-Mine tatsächlich in Umsatz übersetzt.
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