Während Zölle und Gegenzölle die globalen Lieferketten unter Druck setzen, hat Almonty Industries eine bemerkenswerte Ausnahme gesichert: Die US-Regierung hat Wolfram-Produkte des kanadischen Bergbauunternehmens explizit von den reziproken Zollmaßnahmen ausgenommen. Das kommt zu einem Zeitpunkt, an dem institutionelle Investoren massiv in die Aktie einsteigen.
Institutionelle Investoren entdecken Almonty
Die Zollbefreiung betrifft Wolframerze, Konzentrate und Oxide unter spezifischen HTS-Zollcodes — Materialien, die Almonty über einen langfristigen Abnahmevertrag an Global Tungsten & Powders (GTP) in Pennsylvania liefert. Die Ausnahme stärkt die US-amerikanische Versorgungskette bei einem Rohstoff, der für Rüstung, Luft- und Raumfahrt sowie die Halbleiterproduktion unverzichtbar ist.
Parallel dazu stieg die Zahl der institutionellen Fonds, die Almonty-Aktien halten, im vergangenen Quartal um mehr als 55 Prozent auf 107. Van ECK Associates hält inzwischen 11,2 Millionen Aktien im Wert von rund 99 Millionen US-Dollar. Neu eingestiegen sind unter anderem Encompass Capital Advisors mit einer Position von 25,6 Millionen US-Dollar und Next Century Growth Investors mit 16,3 Millionen US-Dollar.
Wolfram-Engpass verschärft sich weiter
Der Hintergrund ist ein sich zuspitzender globaler Versorgungsengpass. China, Russland und Nordkorea kontrollieren zusammen schätzungsweise 95 Prozent des weltweiten Wolframangebots. Nachdem die USA Zölle auf chinesische Wolfram-Produkte verhängt hatten, reagierte Peking Ende 2025 mit eigenen Exportbeschränkungen. Der Spotpreis für Wolfram-APT ist bis Mitte März 2026 um 534 Prozent auf 2.250 US-Dollar pro Tonne gestiegen.
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Die Lage in der Halbleiterindustrie ist besonders angespannt: Japanische Lieferanten haben südkoreanische Kunden gewarnt, dass Lieferungen von Wolframhexafluorid — einem Schlüsselgas für die Herstellung moderner 3D-NAND-Chips — bis zum Sommer ausbleiben könnten. Brancheninventare sollen nur noch bis Juni reichen.
Analysten erhöhen Kursziele, Produktion läuft an
Mehrere Analysten haben ihre Kursziele im März nach oben angepasst:
- B. Riley Financial (Buy): Kursziel von 17 auf 23 US-Dollar erhöht
- DA Davidson (Buy): Kursziel 25 US-Dollar
- Oppenheimer (Outperform): Kursziel von 16 auf 19 US-Dollar erhöht
Diamond Equity Research hat seine EPS-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 von 0,23 auf 0,45 US-Dollar nahezu verdoppelt und erwartet für Q2 2026 einen Gewinn von 0,12 US-Dollar je Aktie.
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Treiber dieser Revisionen ist der Übergang vom Minenprojekt zum aktiven Produzenten. Die Sangdong-Mine in Südkorea verarbeitet in Phase 1 rund 640.000 Tonnen Erz jährlich und produziert etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. In Montana entwickelt Almonty zudem das Gentung Browns Lake-Projekt mit einer Gesamtressource von 7,53 Millionen Tonnen — Produktionsreife ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, mit einer erwarteten Jahreskapazität von rund 140.000 metrischen Tonneneinheiten.
Das Timing ist nicht zufällig: Ab dem 1. Januar 2027 müssen US-Rüstungsunternehmen Wolfram ausschließlich von nicht-chinesischen Lieferanten beziehen.
Finanzielle Basis noch ausbaufähig
Für das Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 32,5 Millionen kanadische Dollar. Das Wachstum wurde jedoch von deutlich gestiegenen Betriebskosten überlagert: Das bereinigte EBITDA lag bei minus 17 Millionen CAD, maßgeblich durch einen Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten um 231 Prozent. Nach einer Kapitalerhöhung im Dezember verfügt das Unternehmen über liquide Mittel von 268,4 Millionen CAD.
Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten vervielfacht, notiert aktuell aber rund 22 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 30,32 CAD. Ob die aktuelle Bewertung Bestand hat, entscheidet sich in den kommenden Quartalen — wenn Sangdong zeigen muss, ob die Produktionsziele verlässlich erreichbar sind.
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