Das Analysehaus GBC AG hat am Donnerstag ein Kaufvotum für Almonty Industries ausgesprochen und ein Kursziel von 30 US-Dollar bis Ende 2027 ausgegeben.
Begründet wird die Einschätzung mit dem Fortschritt am Sangdong-Standort: Die Anlage habe im Juli begonnen, gelagertes Erz zu verarbeiten, nachdem im Dezember 2025 die erste Erzlieferung eingetroffen war. Nach Einschätzung von GBC AG verschiebe sich der Investmentfall damit von Bau- und Finanzierungsrisiken hin zu messbaren operativen Kennziffern.
Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
Parallel zur Analystenmeinung zeigen die Pflichtmitteilungen für das zweite Quartal ein deutliches Interesse großer Vermögensverwalter. BlackRock stockte seinen Bestand um gut sechs Millionen Aktien auf, was einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 100,6 Millionen US-Dollar entspricht.
T. Rowe Price Associates und die zugehörige Investment-Management-Einheit erhöhten ihre Positionen um jeweils mehr als fünf Millionen Aktien, mit einem geschätzten Gegenwert von zusammen fast 178 Millionen US-Dollar. Auf der Verkäuferseite reduzierte Cooper Creek Partners seinen kompletten Bestand von knapp 4,8 Millionen Aktien.
Diese Kapitalbewegungen fallen in eine Phase, in der Almonty im Juni in den Russell 1000 Index und den breiter gefassten Russell 3000 Index aufgenommen wurde. Die Aufnahme in diese Indizes zieht in der Regel automatisierte Käufe von Fonds nach sich, die diese Benchmarks nachbilden, und dürfte einen Teil des gestiegenen institutionellen Interesses erklären.
Operative Basis für die Einschätzung
Die Grundlage für den optimistischen Blick von GBC AG liegt im fortschreitenden Hochlauf der Sangdong-Mine. Zum Ende des ersten Quartals 2026 hatte Almonty rund 120.000 Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Gehalt von 0,24 Prozent Wolframtrioxid gelagert.
Im zweiten Quartal kamen weitere knapp 19.700 Tonnen mit einem höheren Gehalt von 0,35 Prozent hinzu, sodass der Gesamtbestand auf etwa 139.700 Tonnen bei einem gemischten Gehalt von rund 0,25 Prozent anwuchs. Diese Zahlen liefern die operative Untermauerung für die These, dass sich das Unternehmen vom Bau- in ein produzierendes Stadium bewegt.
Finanziell steht Almonty nach eigenen Angaben auf breiter Basis. Der im Juni abgeschlossenen Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar mit einem Kupon von 2,25 Prozent, fällig 2031, folgte eine Barmittelposition von rund 1,23 Milliarden kanadischen Dollar zum Ende des zweiten Quartals.
Zusätzlich hat das Unternehmen eine Schelf-Registrierung über rund 246,79 Millionen US-Dollar eingereicht, die künftige Aktienausgaben ermöglichen soll, einschließlich einer Komponente für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Einordnung für Anleger
Die jüngste Analystenstimme von GBC AG ist aktuell die einzige mit einem Aktionsdatum innerhalb der vergangenen vier Wochen. Ältere Kurszielübersichten auf Finanzportalen spiegeln keine frischen Einschätzungen wider und sind entsprechend nicht als aktuelle Meinungsbildung zu werten.
Für Anleger verdichtet sich damit ein Bild: Ein spezialisiertes Analysehaus, mehrere große institutionelle Adressen und die Indexaufnahme deuten übereinstimmend auf ein gestiegenes Vertrauen in die operative Story rund um Sangdong hin, während einzelne Verkäufe wie jener von Cooper Creek Partners als Einzelentscheidung ohne erkennbaren Bezug zur Unternehmensentwicklung einzuordnen sind.
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