Almonty Industries zieht sich aus Toronto und Australien zurück und konzentriert sich künftig fast vollständig auf die Nasdaq. Am Freitag sprang die Aktie des Wolfram-Produzenten um 5,66 Prozent nach oben und schloss bei 14,18 Dollar. Anleger positionieren sich vor dem nächsten Quartalsbericht und ordnen gleichzeitig den Rückzug von zwei Handelsplätzen ein.
Der Kurs lag damit in der Mitte seiner 52-Wochen-Spanne und über dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Erst kürzlich hatte die Aktie einen Sprung von 13,6 Prozent hingelegt, nachdem die Produktion in der Sangdong-Mine angelaufen war. Analysten erwarten seitdem ein deutliches Gewinnwachstum.
Rückzug aus Toronto und Sydney
Am 17. Juli 2026 kündigte Almonty an, seine Aktien freiwillig von der Toronto Stock Exchange zu nehmen. Der Rückzug wurde zum Handelsschluss am 31. Juli 2026 wirksam. Seitdem notiert die Aktie ausschließlich an der Nasdaq unter dem Kürzel ALM.
Der australische Handelsplatz folgt auf einem parallelen Zeitplan. Die Australian Securities Exchange erteilte Almonty die formelle Genehmigung zum Delisting nach Listing Rule 17.11. Als Grund nannte das Unternehmen die im Vergleich zur Nasdaq niedrigen und weiter sinkenden Handelsvolumina in Australien.
Der Zeitplan für den Ausstieg ist eng getaktet:
- CDI-Handel endet am 28. August 2026
- Delisting wirksam ab 1. September 2026
- Freiwillige Verkaufsfazilität für verbleibende Positionen: 8. September bis 6. November 2026
- Weiterer Handel bleibt an Nasdaq und Frankfurter Börse möglich
Almonty bündelt damit seine Handelsaktivität zunehmend in Nordamerika. Die Nasdaq übernimmt die Rolle des zentralen Preisfindungsmarktes — ein Wandel, der zeitlich mit der jüngsten Kursvolatilität zusammenfällt.
Starkes erstes Quartal als Basis
Der nächste Quartalsbericht rückt in den Fokus der Anleger, ein offizielles Datum hat Almonty aber noch nicht bestätigt. Marktbeobachter rechnen mit einem Veröffentlichungsfenster Mitte August. Ein festes Datum sollten Anleger bis zur offiziellen Pressemitteilung nicht als gesichert betrachten.
Die Ausgangslage stimmt zuversichtlich. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 221 Prozent im Jahresvergleich auf 25,4 Millionen Dollar, angetrieben von Rekordpreisen für Wolfram. Der operative Cashflow drehte auf plus 9,7 Millionen Dollar, nach minus 4,4 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.
Zum 31. März 2026 verfügte Almonty über liquide Mittel von 259,9 Millionen Dollar. Das Working Capital lag bei 169,5 Millionen Dollar. Diese finanzielle Basis gibt dem Unternehmen Spielraum für weitere Wachstumsschritte.
Optionsmarkt erwartet Bewegung
Die Stimmung der Wall Street gegenüber Almonty bleibt konstruktiv. Sie fällt zeitlich mit dem Produktionshochlauf in Sangdong und der Börsenkonsolidierung zusammen. Der Optionsmarkt preist bereits deutliche Kursausschläge rund um den nächsten Quartalsbericht ein — ein Signal dafür, dass Investoren mit spürbaren Bewegungen in beide Richtungen rechnen.
Der Ausstieg aus Toronto ist abgeschlossen, das Delisting in Australien läuft in seine finalen Wochen. Almontys Aktie wird damit fast vollständig zur Nasdaq-Geschichte. Für das Unternehmen markiert dies einen Übergang: weg vom Entwicklungsprojekt, hin zum umsatzstarken Wolfram-Produzenten mit Rekordzahlen im Rücken.
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