Innerhalb eines Jahres um fast 461 Prozent gestiegen — und die nächsten Treiber stehen bereits in den Startlöchern. Almonty Industries schloss die Woche bei 26,67 CAD, ein Wochenplus von knapp 8 Prozent. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Hinter dem Momentum stecken zwei konkrete Ereignisse.

Molybdän-Bohrungen unter Hochdruck

Am 16. Juni meldete Almonty, dass die Bohrarbeiten am Sangdong Molybdenum Project in Südkorea zu 37 Prozent abgeschlossen sind. Von 26 geplanten Bohrlöchern mit insgesamt rund 12.000 Metern Gesamtlänge sind die bisherigen Assay-Gehalte konsistent mit historischen Ergebnissen. Das stärkt das Vertrauen in Größe und Qualität des Vorkommens.

Der Antrieb dahinter ist geopolitisch. Südkoreas nationale Molybdän-Reserven sind auf ein kritisches Niveau gefallen. Die Regierung hat öffentliche Bekanntmachungen herausgegeben, in denen private Unternehmen aufgefordert werden, Molybdän eigenständig zu sichern. Almonty reagiert mit einem beschleunigten Bohrprogramm — und positioniert sich als Teil der Lösung.

Molybdän ist ein strategisches Metall, das Stahl und Speziallegierungen hitze- und korrosionsbeständiger macht. Es kommt in der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigungsindustrie, der Nuklearenergie und der Petrochemie zum Einsatz. Der Spotpreis ist im Jahresvergleich um rund 23,5 Prozent auf 592,34 CNY/kg gestiegen.

Russell-1000-Aufnahme ab 29. Juni

Der zweite Katalysator ist terminiert. Ab Montag, dem 29. Juni, nimmt Almonty am Russell 1000 Index teil — dem Large-Cap-Leitindex der US-Börsen — sowie am breiter gefassten Russell 3000. Die Aufnahme folgt auf die operative Entwicklung des Unternehmens und die Verlegung des Hauptsitzes in die USA.

Die Bedeutung ist strukturell. Gegen die Russell-Indizes sind rund 12,2 Billionen US-Dollar an passivem Kapital gebenchmarkt. Passiv verwaltete Fonds müssen Almonty-Aktien nach der Indexrekonstitution zwingend halten. Das erzeugt mechanischen Kaufdruck — unabhängig von Stimmungen oder Analysten.

Zahlen und Rohstoffpreise stützen die These

Das operative Fundament hat sich zuletzt deutlich verbessert. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Der operative Cashflow drehte von minus 4,4 Millionen auf plus 9,7 Millionen US-Dollar. Zum 31. März verfügte Almonty über liquide Mittel von 259,9 Millionen US-Dollar.

Der Nettoverlust schrumpfte auf 5,3 Millionen US-Dollar — nach 34,6 Millionen im Vorjahresquartal. Das Kerngeschäft mit Wolfram profitiert von Chinas Exportlizenzpflicht für strategische Mineralien, die seit Februar 2025 gilt. Der Wolframpreis ist seitdem um mehr als 500 Prozent gestiegen. Seit Mitte April liegt der Durchschnittspreis konstant über 3.000 US-Dollar je MTU.

Die Sangdong-Mine in Südkorea läuft bereits in Phase 1 und verarbeitet rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr. Die geplante Phase-2-Erweiterung soll 2027 in Betrieb gehen und die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln.

Mit der Russell-Aufnahme am 29. Juni und laufenden Bohrergebnissen aus Sangdong, die in den kommenden Wochen eintreffen, hat Almonty zwei messbare Ereignisse vor sich — beide mit dem Potenzial, den Investorenkreis spürbar zu erweitern.