Almonty rückt vom Projektentwickler zum Produzenten auf – und das in einem Markt, der plötzlich von Angebotsengpässen und geopolitischen Restriktionen geprägt ist. Der Start des aktiven Abbaus in der Sangdong-Mine verändert damit nicht nur die operative Lage, sondern auch die Erwartungen an die kommenden Zahlen. Entscheidend wird, ob die hohen Annahmen nun auch finanziell sichtbar werden.
Sangdong startet – Rampe bis 2027
Von der Sangdong-Anlage in Südkorea hat inzwischen die erste Lkw-Ladung Erz das Gelände verlassen. Damit beginnt offiziell der aktive Abbau – und die letzte Phase vor der kommerziellen Vollproduktion.
Die Aufbereitungsanlagen laufen planmäßig. Almonty will die Kapazität schrittweise bis 2027 hochfahren. Das Vorkommen in der Provinz Gangwon gilt als eines der bedeutendsten und hochgradigsten Wolfram-Vorkommen weltweit. Die Reserven werden mit 7,9 Millionen Tonnen angegeben.
Bei voller Auslastung soll Sangdong laut Unternehmen mehr als 80% der globalen Wolfram-Produktion außerhalb Chinas liefern. Das adressiert genau jene Lieferkettenrisiken, die zuletzt durch US-Beschaffungsverbote im Verteidigungsbereich und Chinas Exportrestriktionen stärker in den Fokus gerückt sind.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?
Angebotsengpass treibt Preise – und Erwartungen
Das Umfeld hat die Bedeutung des Hochlaufs deutlich verstärkt. China, der dominierende Anbieter, verschärfte Ende 2025 die Exportbeschränkungen deutlich. BMO Capital Markets zufolge kamen Exporte aus China zeitweise komplett zum Erliegen.
Die Folge: Wolframpreise stiegen 2025 um mehr als 160% – und der Trend hielt in den ersten Wochen 2026 an. CEO Lewis Black spricht von einem „realen, legitimen Angebotsmangel“ und verweist darauf, dass sich die Preisbildung erstmals seit Jahrzehnten unabhängiger von früheren Kontrollmechanismen verhalte. Kunden akzeptierten aktuell die höheren Kosten.
Institutionelle Käufe, neue Kursziele – Blick auf die Zahlen
Parallel zum Produktionsstart legten institutionelle Investoren kräftig nach. Die Zahl der Fonds mit Positionen stieg im letzten Quartal um mehr als 55% auf 107. Van Eck Associates erhöhte den Anteil laut Angaben um 13.294,7% auf 11,24 Millionen Aktien (Wert: rund 99 Mio. US-Dollar). Encompass Capital Advisors investierte demnach etwa 25,6 Mio. US-Dollar, Next Century Growth Investors rund 16,3 Mio. US-Dollar.
Auch die Kursentwicklung spiegelt die gestiegene Aufmerksamkeit: Almonty kommt auf eine 30-Tage-Performance von 70,86% sowie 121,28% seit Jahresbeginn.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?
Auf Analystenseite folgten deutliche Anpassungen. Couloir Capital hob den Fair-Value-Schätzwert von 7,69 auf 19,30 CAD an (plus über 150%) und begründete das unter anderem mit höheren langfristigen Wolfram-Preisannahmen sowie dem anhaltenden Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage. DA Davidson erhöhte das Kursziel auf 18,00 US-Dollar, B. Riley Financial auf 17,00 US-Dollar. Der Konsens lautet „Moderate Buy“.
Kann Almonty diese Vorschusslorbeeren mit Umsatz- und Gewinnzahlen untermauern? Ein erster Prüfstein kommt bald: Die Quartalszahlen sollen am 19. März veröffentlicht werden – und dürften erstmals greifbar zeigen, wie stark hohe Wolframpreise und der Produktionshochlauf bereits in der GuV ankommen.
Zusätzlich arbeitet Almonty an weiteren Projekten: einer geplanten Kapazitätserweiterung in Panasqueira (Portugal), Arbeiten zur Ressourcendefinition beim Sangdong-Molybdänprojekt sowie Fortschritten beim Gentung-Browns-Lake-Projekt in Montana, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 bereit sein könnte. Für Sangdong ist zudem eine Phase-II-Erweiterung für 2027 geplant, die die Jahreskapazität auf bis zu 1,2 Mio. Tonnen steigern soll. Das Molybdänprojekt in Sangdong ist vollständig genehmigt und soll bis Ende 2026 in Produktion gehen. Außerdem besteht ein verbindlicher Offtake-Vertrag: Ein Rüstungsauftragnehmer will mindestens 40 Tonnen Wolframoxid pro Monat abnehmen, ausschließlich für Anwendungen im US-Verteidigungsbereich (u.a. Raketen, Drohnen, Munition).
Am 19. März richtet sich der Blick damit klar auf den ersten Finanzbericht, der den neuen Status als aktiver Produzent in einem außergewöhnlich angespannten Wolfram-Markt in Zahlen fassen soll.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 6. März liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

