Almonty Aktie: Umsatz springt 221 Prozent auf 25,4 Millionen

Almonty Industries erzielt operativen Gewinn und verlegt Hauptsitz in die USA, um von steigenden Wolfram-Preisen und Rüstungsaufträgen zu profitieren.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzsprung um 221 Prozent
  • Operativer Cashflow wird positiv
  • Hauptsitzverlegung in die USA
  • Neuer Finanzchef ab Juni

Der Wolfram-Produzent Almonty Industries richtet sich radikal neu aus. Das Unternehmen verlegt seinen Hauptsitz in die USA und zielt direkt auf den amerikanischen Rüstungsmarkt. Parallel dazu gelingt operativ der Sprung in die schwarzen Zahlen. Das Timing für diesen Umbau könnte kaum brisanter sein.

Wolfram-Preise treiben den Umsatz

Die Zahlen für das erste Quartal 2026 markieren einen klaren Wendepunkt. Der Umsatz kletterte um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Treiber dieser Entwicklung ist der explodierende Marktpreis für Ammoniumparatungstat (APT). Der Referenzwert verdreifachte sich seit Januar auf über 3.000 US-Dollar pro Tonne.

Ein faktischer Exportstopp Chinas bringt derzeit die globalen Lieferketten für Halbleiter ins Wanken. Ab Januar 2027 greift eine weitere Verschärfung in den USA. Amerikanische Rüstungskonzerne dürfen dann kein chinesisches Wolfram mehr verbauen. Almonty positioniert sich exakt in dieser entstehenden Versorgungslücke.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?

Operativer Cashflow dreht ins Plus

Im operativen Geschäft erwirtschaftete das Unternehmen im Auftaktquartal 9,7 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein deutliches Minus. Unter dem Strich wies Almonty zwar einen Nettoverlust von 5,3 Millionen US-Dollar aus. Dieser resultiert jedoch vollständig aus buchhalterischen, nicht-liquiditätswirksamen Effekten.

Die Neubewertung von Optionsscheinen belastete lediglich die Bilanz. Auslöser war paradoxerweise die starke Kursentwicklung. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs bereits verdoppelt. Aktuell notiert das hochvolatile Papier bei 24,26 Kanadischen Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?

Strategischer Umbau und neue Führung

Um die Nähe zu US-Behörden und Rüstungspartnern zu stärken, zieht die Konzernzentrale von Toronto nach Dillon im US-Bundesstaat Montana um. Dort erwarb das Unternehmen kürzlich das Gentung Browns Lake Projekt. Die Mine könnte bis Ende 2026 wieder in Produktion gehen.

Den finanziellen Kurs der Wachstumsphase steuert künftig Jorge Beristain. Der ehemalige Wall-Street-Analyst übernimmt ab Juni den Posten des Finanzchefs. Er bringt weitreichende Erfahrung aus der Führungsebene großer US-Metalkonzerne mit.

Bereits am heutigen Mittwoch liefert das Management ein strategisches Update zur US-Expansion. Einen Tag später folgen die ersten Produktionszahlen aus der südkoreanischen Sangdong-Mine. Diese Daten bieten einen harten Realitätsabgleich für die Ausbaupläne. Bis 2027 soll die Anlage rund 40 Prozent der weltweiten Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas abdecken.

Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Almonty

Über Felix Baarz 4572 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.