Die Papiere von Almonty Industries testen die Nerven der Anleger. Trotz eines starken Jahresauftakts trübt sich das Chartbild plötzlich ein. Ein wichtiger technischer Indikator ist gerissen.

Im Laufe der Handelswoche rutschte der Kurs unter die 50-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei 26,92 CAD. Zwar rettete ein Schlussspurt am Freitag die Wochenbilanz. Die Aktie kletterte um knapp vier Prozent auf 24,75 CAD. Dennoch bleibt der Wert spürbar unter dem gleitenden Durchschnitt.

Ein genauerer Blick relativiert den Rücksetzer. Seit Jahresbeginn steht noch immer ein massives Plus von 105 Prozent auf der Anzeigetafel. Die langfristige 200-Tage-Linie verläuft tief unten bei 17,10 CAD. Die Folge: extreme Schwankungen. Die annualisierte Volatilität liegt bei über 100 Prozent.

Hoffnung auf schwarze Zahlen

Fundamental kämpft der Bergbaukonzern mit den Kosten. Im ersten Quartal verbuchte Almonty einen Verlust von 0,02 CAD je Aktie. Der Umsatz lag bei 25,4 Millionen CAD. Analysten blicken trotzdem optimistisch nach vorn. Für das Gesamtjahr rechnen Experten im Schnitt mit einem leichten Gewinn.

Diese Zuversicht stützt den Börsenwert von rund sieben Milliarden CAD. Bereits im April hob Texas Capital das Rating auf ein starkes Kaufsignal an. Parallel dazu profitiert das Unternehmen vom allgemeinen Branchenrückenwind. Andere Werte aus dem Metallurgiesektor verzeichneten zuletzt ebenfalls deutliche Kursgewinne.

Der aktuelle Rücksetzer markiert eine klassische Konsolidierung nach einer steilen Rally. Der neutrale RSI-Wert signalisiert eine Atempause. Solange der Kurs das Wochentief bei 23,65 CAD verteidigt, bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt. Fällt die Aktie tiefer, rückt der 100-Tage-Durchschnitt als nächstes Auffangbecken in den Fokus.