Sangdong produziert, die US-Zollbefreiung ist bestätigt, und ab 2027 dürfen amerikanische Rüstungsunternehmen kein chinesisches Wolfram mehr verwenden. Für Almonty Industries verdichten sich damit gleich mehrere strukturelle Rückenwind-Faktoren zu einem ungewöhnlich konkreten Wachstumsszenario.
Zollbefreiung und Rüstungsmandat als Doppelantrieb
Die US-Regierung hat in ihrer Executive Order zu Gegenzöllen Wolframerz, -konzentrate und -oxide ausdrücklich ausgenommen. Almontys Lieferkette in die USA bleibt damit unberührt — ein wichtiges Signal in einem Handelsumfeld, das zuletzt breite Marktverwerfungen ausgelöst hat.
Noch bedeutsamer für die mittelfristige Nachfrageentwicklung ist das ab Januar 2027 geltende US-Importverbot für chinesisches Wolfram in Rüstungsanwendungen. Almonty hat bereits einen verbindlichen Abnahmevertrag mit dem US-Rüstungsunternehmen Tungsten Parts Wyoming abgeschlossen: mindestens 40 Tonnen Wolframoxid pro Monat, ausschließlich für Raketen-, Drohnen- und Munitionssysteme. Parallel dazu warnen japanische Zulieferer vor Materialengpässen bei Halbleiterherstellern wie Samsung, weil China seine Wolframexporte zunehmend einschränkt.
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Sangdong läuft — Montana folgt
Am 1. April 2026 bestätigte Almonty den Produktionsstart der Sangdong-Mine in Südkorea. Die Anlage ist auf eine Verarbeitung von rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und soll etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat liefern. Eine für 2027 geplante zweite Ausbaustufe würde die Kapazität verdoppeln — bei Vollbetrieb beider Phasen könnte Sangdong rund 40 Prozent der weltweiten Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken.
Das Projekt Gentung Browns Lake in Montana soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein und auf eine Jahreskapazität von rund 140.000 Metalltonneneinheiten abzielen — zeitlich passgenau auf das US-Rüstungsmandat ausgerichtet.
Analysten ziehen Kursziele deutlich nach oben
Der Wolframpreis für APT legte im Zwölfmonatsdurchschnitt bis Mitte März 2026 um 534 Prozent zu und erreichte 2.250 US-Dollar je Metalltonneneinheit. Dieses Preisumfeld spiegelt sich in den jüngsten Analysteneinschätzungen wider:
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- GBC: Kursziel von 9,00 auf 28,60 CAD angehoben, Begründung: strukturelle Angebotsknappheit und Produktionsstart
- B. Riley Financial: Kursziel von 17 auf 23 USD erhöht
- DA Davidson: Neues Kursziel bei 25 USD
- Oppenheimer: Kursziel von 16 auf 19 USD angehoben
Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen parallel aus: Die Zahl der Fonds mit Almonty-Beteiligung stieg im vergangenen Quartal um mehr als 55 Prozent auf 107. Van Eck Associates hält inzwischen 11,2 Millionen Aktien im Wert von rund 99 Millionen US-Dollar.
Produktionsnachweis als nächste Hürde
Für das Geschäftsjahr 2025 wies Almonty einen Nettoverlust von 161,9 Millionen CAD aus, bei einem Umsatzwachstum von 13 Prozent auf 32,5 Millionen CAD. Die liquiden Mittel belaufen sich nach einer Kapitalerhöhung im Dezember auf 268,4 Millionen CAD — eine solide Basis für die laufende Hochlaufphase.
Die Bewertung des Unternehmens hängt nun unmittelbar davon ab, ob Sangdong die angepeilten Produktionsvolumen in den kommenden Quartalen zuverlässig erreicht. Diamond Equity Research hat seine EPS-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 von 0,23 auf 0,45 US-Dollar fast verdoppelt und erwartet für das zweite Quartal 2026 einen Gewinn von 0,12 US-Dollar je Aktie. Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert der Quartalsbericht am 20. Mai 2026.
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