Der Wolfram-Produzent Almonty Industries steht vor den ersten echten Belastungstests seiner Premium-Bewertung. Im Mai folgen die ersten Produktionszahlen aus der Sangdong-Mine — und bis Ende April muss der Vorstand eine weitreichende Entscheidung über die Aktienstruktur treffen.
Sangdong liefert erstmals Zahlen
Die Sangdong-Wolframmine in Südkorea nahm im März den Betrieb auf. Nun wird der Markt im Mai-Quartalsbericht erstmals konkrete Produktionsdaten sehen. Die Anlage ist auf eine Verarbeitung von rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und zielt auf 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. DA Davidson erwartet, dass die volle Kapazität im zweiten Quartal 2026 erreicht wird.
Das Erz-Gehalt von etwa 0,51 % Wolframtrioxid liegt rund dreimal über dem globalen Durchschnitt — ein struktureller Vorteil, der die prognostizierte Minenlebensdauer von über 45 Jahren untermauert.
Aktienzusammenlegung bis 30. April
Parallel dazu läuft eine interne Frist: Bis zum 30. April muss der Vorstand entscheiden, ob und in welchem Verhältnis eine Aktienzusammenlegung von bis zu fünf zu eins stattfindet. Eine solche Maßnahme reduziert die Anzahl ausstehender Aktien und erhöht den Kurs proportional — oft ein Signal an institutionelle Investoren oder eine Reaktion auf Börsennotierungsanforderungen.
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Am 8. Juni folgt die Hauptversammlung, auf der die Phase-2-Erweiterung konkret werden soll: Bis 2027 soll die Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen Erz pro Jahr verdoppelt werden.
Bewertung auf Rekordniveau — mit Widerspruch
Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Hoch von 32,07 CAD, nach einem Kursanstieg von über 710 % innerhalb eines Jahres. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 22,9 übersteigt den kanadischen Bergbausektor-Durchschnitt von 3,3 deutlich. Ein Discounted-Cashflow-Modell hingegen sieht den fairen Wert bei 43,36 CAD je Aktie — der aktuelle Kurs läge damit noch unter dem fundamentalen Wert.
Dieser Widerspruch spiegelt eine Marktlogik wider, die auf künftige Cashflows setzt, nicht auf heutige Buchwerte. Kassenbestände von 268,4 Mio. USD geben dem Unternehmen dabei Spielraum.
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Geopolitischer Rückenwind
Almonty profitiert von einer Ausnahmeregelung der US-Regierung: Wolfram-Erze, Konzentrate und Oxide des Unternehmens sind von den US-Gegenzöllen befreit. Hintergrund ist ein Langfristvertrag mit Global Tungsten & Powders in Pennsylvania.
China, Russland und Nordkorea kontrollieren schätzungsweise 95 % des globalen Wolframangebots. Nachdem China Ende 2025 die Exportkontrollen drastisch verschärfte, stieg der Spotpreis für Ammoniumparawolframat bis Mitte März 2026 um 534 % auf 2.250 USD je metrische Tonne. Ab dem 1. Januar 2027 müssen US-Rüstungsunternehmen Wolfram aus nicht-chinesischen Quellen beziehen.
Die kommenden Wochen bündeln drei Weichenstellungen auf einmal: die Entscheidung zur Aktienstruktur, die ersten Produktionsdaten aus Sangdong und der Phase-2-Fahrplan der Hauptversammlung. Ob die aktuelle Bewertung trägt, hängt davon ab, ob die operative Realität mit den eingepreisten Erwartungen Schritt hält.
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