Almonty Industries Aktie: Juristischer Schlagabtausch

Im boomenden Wolframmarkt verklagt Almonty Industries den Konkurrenten Pure Tungsten wegen Falschaussagen, während beide ihre Minenproduktion hochfahren.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Klage vor Gericht in Ontario wegen irreführender Behauptungen
  • Pure Tungsten plant Produktionsstart für Juni 2026
  • Almonty schließt erste Phase der Sangdong-Mine ab
  • Wolframpreis durch Exportbeschränkungen massiv gestiegen

Während der Wolframpreis durch die Decke geht, entbrennt in Südkorea ein harter Kampf um Marktanteile. Almonty Industries wehrt sich derzeit juristisch gegen den aufstrebenden Konkurrenten Pure Tungsten, dem das Unternehmen gezielte Falschaussagen vorwirft. Der Streit eskaliert ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem beide Akteure wichtige Meilensteine für ihre jeweilige Produktion verkünden.

Eskalation vor Gericht

Den Stein ins Rollen brachte eine Klage von Almonty vor dem Ontario Superior Court of Justice im Oktober 2025. Das Management wirft Pure Tungsten vor, irreführende Behauptungen über den eigenen Betrieb und die angebliche Rolle des ehemaligen Auftragnehmers Tiger Kim zu verbreiten. Unterlassungsaufforderungen blieben laut Almonty wirkungslos. Stattdessen verschärfte sich der Konflikt, als Pure Tungsten mit strafrechtlichen Schritten gegen Almonty-CEO Lewis Black in Südkorea drohte. Black sieht in dieser Informationskampagne eine direkte Gefahr für die Marktintegrität und die Interessen seiner Aktionäre.

Konkurrenz im Schatten des Booms

Ungeachtet des laufenden Verfahrens treibt Pure Tungsten seine eigenen Pläne voran. Am vergangenen Samstag präsentierte der Rivale eine Roadmap für seine Ssangjon-Mine, die bereits im Juni 2026 erstes Wolframkonzentrat liefern soll. Langfristig peilt das durch eine jüngste Finanzierungsrunde gestützte Unternehmen eine Kapazität von 4.000 Tonnen Wolframtrioxid pro Jahr an.

Almonty selbst hat unterdessen die erste Inbetriebnahmephase seiner Sangdong-Mine abgeschlossen. Die Anlage ist zunächst auf einen Ertrag von rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat jährlich ausgelegt. Eine für 2027 geplante Erweiterung soll diesen Ausstoß verdoppeln. Bei voller Auslastung könnte Sangdong dann etwa 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.

Lukratives Marktumfeld

Die harte Gangart beider Unternehmen erklärt sich durch die massiven Verschiebungen im globalen Rohstoffsektor. Chinesische Exportbeschränkungen und eine hohe Nachfrage aus der Industrie sowie dem Rüstungssektor haben den Referenzpreis für Ammoniumparatungstat (APT) seit Februar des Vorjahres um 557 Prozent in die Höhe getrieben. Angesichts dieser Preisrallye sichern sich nicht-chinesische Produzenten aktuell eine strategische Schlüsselposition. Wenn Almonty seinen geplanten Hochlauf in Südkorea planmäßig umsetzt und die juristischen Störfeuer eindämmt, festigt das Unternehmen seine Rolle in dieser kritischen Lieferkette. Die Aktie ging zuletzt am 2. April bei 15,36 US-Dollar aus dem Handel.

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