Auf den ersten Blick wirken die jüngsten Jahreszahlen von Almonty Industries alarmierend. Ein Nettoverlust von über 100 Millionen US-Dollar im Schlussquartal 2025 schreckt Investoren normalerweise ab. Ein genauerer Blick in die Bilanzen offenbart allerdings ein völlig anderes Bild. Rekordpreise für Wolfram und hohe Barreserven befeuern stattdessen die ehrgeizigen Expansionspläne des Bergbauunternehmens.
Buchhalterische Effekte verzerren das Bild
Verantwortlich für das tiefe Minus von 102,3 Millionen US-Dollar sind laut Finanzchef Brian Fox primär unbare Buchhaltungseffekte. Weil der Aktienkurs im Jahresverlauf 2025 stark gestiegen ist, mussten bestimmte Finanzinstrumente nach IFRS-Standards neu bewertet werden. Operativ lief es deutlich besser. Der Umsatz kletterte im vierten Quartal um 39 Prozent auf 8,7 Millionen US-Dollar. Haupttreiber war eine massive Preisrallye am Weltmarkt: Der Durchschnittspreis für Wolfram-APT schoss um 534 Prozent auf 2.250 US-Dollar pro Tonne in die Höhe.
Neben den Buchverlusten fielen auch die gestiegenen Verwaltungskosten auf. Diese verdreifachten sich im Schlussquartal auf 9,4 Millionen US-Dollar. Ursächlich waren vor allem Anwalts- und Beratungskosten für eine Kapitalerhöhung sowie den geplanten US-Börsengang. Das laufende Geschäft deckt diese Ausgaben noch nicht, was sich in einem negativen bereinigten EBITDA von 17,1 Millionen US-Dollar für das Gesamtjahr widerspiegelt. Sorgen um die Zahlungsfähigkeit sind unbegründet. Durch erfolgreiche Finanzierungsrunden wuchs der Kassenbestand von mageren 8 Millionen auf beachtliche 268 Millionen US-Dollar an.
Analysten reagieren mit Kurszielanhebungen
Die Wall Street bewertet die fundamentale Entwicklung positiv und ignoriert den optischen Verlust. Vergangene Woche passten gleich drei Analysehäuser ihre Kursziele nach oben an:
- B. Riley: Erhöhung von 17 auf 23 US-Dollar
- Oppenheimer: Anhebung von 16 auf 19 US-Dollar
- Alliance Global: Steigerung von 14 auf 19,25 US-Dollar
Investoren blicken nun auf die operative Umsetzung der Expansionsstrategie. In Montana treibt Almonty das Gentung-Wolfram-Projekt voran, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein soll. Zeitgleich ist in Südkorea die Phase-2-Erweiterung der Sangdong-Mine für 2027 geplant, um die Kapazitäten zu verdoppeln. Rückenwind liefert die US-Politik: Ab 2027 verbieten die Vereinigten Staaten den Import von chinesischem Wolfram für Rüstungsgüter, was die Nachfrage nach westlichen Quellen strukturell sichert.
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