Almonty Industries startet in den Juni mit zwei strukturellen Katalysatoren: Ein neuer Finanzchef tritt sein Amt an, zeitgleich steht die Aufnahme in zwei bedeutende US-Aktienindizes bevor. Beide Ereignisse fallen in eine Phase, in der die Sangdong-Mine erstmals Umsätze generiert und der Konzern seine Rolle in der westlichen Wolfram-Versorgung ausbaut.
Neuer CFO mit Wall-Street-Pedigree
Am 1. Juni übernahm Jorge Beristain die Position des Chief Financial Officer. Das Timing ist bewusst gewählt. Beristain bringt Kapitalmarkterfahrung aus der ersten Reihe mit: Zuletzt war er Vice President Finance bei Ryerson Holding Corp, einem an der NYSE notierten Metalldienstleister mit fünf Milliarden Dollar Jahresumsatz. Davor führte er als CFO die Finanzen von Central Steel & Wire, einer 800-Millionen-Dollar-Tochter. Seine Karriere begann als Managing Director und Head of Americas Metals & Mining Equity Research bei Deutsche Bank Securities, wo er zu den drei bestplatzierten Analysten seiner Branche zählte.
Die Ernennung fällt in eine Phase, in der Almonty von einem Entwickler zu einem produzierenden Unternehmen mit wachsender Sichtbarkeit in den USA wechselt.
Russell-1000-Aufnahme am 29. Juni
Parallel dazu steht ein Indexereignis bevor, das institutionelle Käufe auslösen dürfte. Almonty wird am 29. Juni in den Russell 1000 sowie den Russell 3000 aufgenommen. Die vorläufige Liste veröffentlichte FTSE Russell am 22. Mai. Rund 12,2 Billionen Dollar an Vermögen sind an die Russell-US-Indizes gebunden.
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Die Aufnahme folgt auf operative Fortschritte, Kapitalerhöhungen und die Verlegung des Hauptsitzes in die Vereinigten Staaten. Das Management erwartet eine breitere Investorenbasis und höhere Sichtbarkeit bei institutionellen Anlegern.
Umsatz im ersten Quartal mehr als verdreifacht
Die Indexaufnahme basiert auf einer sich rasch verbessernden Finanzlage. Der Umsatz im ersten Quartal 2026 stieg um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar, getrieben durch höhere Spot-Preise für Wolfram-APT und die stabile Performance der Panasqueira-Mine.
Der operative Cashflow drehte von minus 4,4 Millionen Dollar im Vorjahr auf plus 9,7 Millionen. Das bereinigte EBITDA erreichte 6,1 Millionen Dollar. Ein Nettoverlust von 5,3 Millionen Dollar entstand ausschließlich durch nicht zahlungswirksame Neubewertungsverluste auf Warrants — eine buchhalterische Folge des starken Kursanstiegs. Die Aktie notiert aktuell bei 26,63 australischen Dollar, das entspricht einem Plus von 101 Prozent seit Jahresbeginn und 494 Prozent auf Zwölfmonatssicht.
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Sangdong-Mine als operativer Treiber
Hinter der finanziellen Dynamik steht die Sangdong-Wolfram-Mine in Südkorea. Phase 1 ist in Betrieb, die Aufbereitungsanlage verarbeitet rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und liefert etwa 2.300 Tonnen Wolfram-Konzentrat.
Almonty profitiert von einer Versorgungslücke, die China durch Exportrestriktionen und ein Ausfuhrverbot für Dual-Use-Güter geschaffen hat. Gleichzeitig verbieten die USA ab 2027 Wolfram-Importe aus China für Verteidigungsbeschaffungen. China produziert derzeit über 80 Prozent des globalen Wolframs.
Hauptversammlung am 9. Juni
Am 1. Juni rief Almonty seine Aktionäre zur Stimmabgabe vor der Hauptversammlung am 9. Juni auf. Das Unternehmen betonte die Bedeutung der Wiederwahl des amtierenden Vorstands, um strategische Kontinuität zu sichern. Die Frist für die Stimmabgabe endet am 5. Juni um 10 Uhr Eastern Time.
Das Management verwies auf Meilensteine des Jahres 2025: Produktionsstart in Sangdong, Bohrprogramme in Südkorea und Portugal, zwei US-Kapitalerhöhungen mit einem Gesamtvolumen von 219 Millionen Dollar, die Verlegung des Hauptsitzes in die USA und den vollständigen Erwerb des Gentung-Browns-Lake-Projekts in Montana.
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