Alphabet schließt die Woche auf einem neuen 52-Wochen-Hoch — und das kurz vor dem wohl wichtigsten Termin des Jahres. Am Mittwoch, dem 29. April, legt der Google-Mutterkonzern nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Was Anleger dann zu sehen bekommen, könnte die Bewertung des Konzerns neu kalibrieren.
Der Schlusskurs von 293,75 Euro am Freitag markiert nicht nur ein Tageshoch, sondern auch den höchsten Stand der vergangenen zwölf Monate. Auf Jahressicht hat sich die Aktie mehr als verdoppelt. Der 7-Tage-Gewinn von rund 1,4 Prozent wirkt bescheiden — er spiegelt aber die ruhige Aufwärtsbewegung einer Aktie wider, die sich seit Wochen systematisch nach oben arbeitet.
Cloud-Wachstum als Schlüsselgröße
Das Herzstück der Erwartungen liegt bei Google Cloud. Analysten prognostizieren für das erste Quartal einen Umsatz von mehr als 18,4 Milliarden Dollar — ein Wachstum von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Microsoft Azure wird im gleichen Zeitraum mit Wachstumsraten im mittleren bis hohen 30-Prozent-Bereich erwartet. Treiber dieser Dynamik sind die unternehmensweite Einführung der Gemini-Modelle und der Ausbau der Cloud-KI-Plattform für Entwickler.
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Beim Gesamtumsatz rechnet der Konsens mit rund 106,9 Milliarden Dollar, ein Plus von etwa 18 Prozent. YouTube-Werbung soll 10,03 Milliarden Dollar beisteuern, das Suchgeschäft knapp 59,7 Milliarden Dollar.
Investitionen belasten kurzfristig die Marge
Der Blick auf die Kosten ist weniger komfortabel. Alphabet hat für 2026 Investitionsausgaben von 175 bis 185 Milliarden Dollar angekündigt — fast doppelt so viel wie die rund 91 Milliarden Dollar, die 2025 aufgewendet wurden. Das Geld fließt in Rechenzentren und KI-Hardware. Die Folge: höhere Abschreibungen, die den Gewinn je Aktie im ersten Quartal auf etwa 2,63 bis 2,68 Dollar drücken dürften — ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr, der jedoch nicht auf eine operative Schwäche im Kerngeschäft hindeutet.
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Das rechtfertigt die Ausgaben aus Sicht des Managements: Der Cloud-Auftragsbestand soll Ende 2025 bei 240 Milliarden Dollar gelegen haben — ein strukturelles Argument für die Investitionsstrategie.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei rund 31. Das durchschnittliche Analystenpreisziel von 387,68 Dollar lässt erheblichen Spielraum nach oben — vorausgesetzt, die Quartalszahlen am Mittwoch liefern keine negativen Überraschungen bei Margen oder CapEx-Ausblick.
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