Alphabet treibt seine Ambitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit einer hochkarätigen Personalie weiter voran. Während die Tochtergesellschaft DeepMind einen führenden Kopf aus der Finanzwelt an Bord holt, wächst auf der anderen Seite des Atlantiks der regulatorische Druck. In Großbritannien muss der Technologiekonzern Zugeständnisse bei seinen Suchmaschinen- und KI-Funktionen machen, um die Bedenken der Wettbewerbshüter zu zerstreuen.
Verstärkung aus der Finanzwelt
Am Mittwoch bestätigte DeepMind-Gründer Demis Hassabis die Verpflichtung von Jasjeet Sekhon als neuen Chief Strategy Officer. Der renommierte Wissenschaftler kommt vom weltgrößten Hedgefonds Bridgewater Associates, wo er zuletzt als Forschungschef für Künstliche Intelligenz tätig war. Bei der Google-Tochter wird er künftig die Forschungsbemühungen und die kommerzielle Ausrichtung verantworten.
Die Personalie unterstreicht das Bestreben von Alphabet, im intensiven Wettbewerb mit Rivalen wie OpenAI und Anthropic die technologische Führerschaft zu behaupten. Sekhons Expertise in maschinellem Lernen und der Verarbeitung großer Datenmengen soll dabei helfen, die Entwicklung fortschrittlicher Modelle wie der Gemini-3-Serie weiter zu beschleunigen.
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Zugeständnisse an britische Verleger
Parallel zu den personellen Weichenstellungen sieht sich der Konzern in Großbritannien mit neuen regulatorischen Hürden konfrontiert. Um den Bedenken der dortigen Wettbewerbsbehörde (CMA) entgegenzukommen, entwickelt Google derzeit neue Kontrollmechanismen. Diese sollen es Webseitenbetreibern ermöglichen, der Nutzung ihrer Inhalte für generative KI-Funktionen gezielt zu widersprechen. Medienunternehmen hatten zuvor kritisiert, dass Google seine Marktmacht bei Suchanfragen ausnutze, um Verlage faktisch zur Datenfreigabe für KI-Systeme zu zwingen.
Der britische Verlegerverband fordert unterdessen eine weitreichendere Trennung von Such- und KI-Crawlern. Als Begründung verweisen die Verlage auf einen Rückgang der Klickraten bei akademischen Referenzdiensten um 19 Prozent, den sie direkt auf Googles KI-Integration zurückführen.
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Massive Investitionen
Beide Entwicklungen fallen in eine Phase beispielloser Kapitalausgaben. Alphabet plant für das Jahr 2026 Investitionen in Höhe von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar, was nahezu einer Verdopplung gegenüber den 91 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2025 entspricht. Diese enormen Summen fließen primär in den Ausbau der KI-Infrastruktur. An der Börse wird dieser kapitalintensive Kurs derzeit relativ neutral bewertet. Bei einem aktuellen Kurs von 265,75 Euro notiert das Papier leicht unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 271,20 Euro, kann aber auf Sicht der letzten zwölf Monate ein beachtliches Plus von rund 77 Prozent vorweisen.
Neben den europäischen Schauplätzen bleibt auch der Heimatmarkt regulatorisch anspruchsvoll. Das US-Justizministerium hat erst Anfang Februar Berufung im laufenden Kartellverfahren rund um die Google-Suche eingelegt. Alphabet muss somit in den kommenden Monaten beweisen, dass die massiven Investitionen in neue KI-Technologien und Spitzenpersonal ausreichen, um das Wachstum trotz der zunehmenden kartellrechtlichen Einschränkungen aufrechtzuerhalten.
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