Alphabet Aktie: Anleihe-Offensive für KI-Milliarden

Die Google-Mutter nimmt mit historischen Anleihen massiv Kapital auf, um ihre KI-Investitionen zu verdoppeln. Erstmals werden auch Pfund- und Franken-Emissionen geplant.

Alphabet Aktie
Kurz & knapp:
  • 20 Milliarden Dollar über US-Anleihen aufgenommen
  • Erstmals Emissionen in Pfund und Franken geplant
  • Historische 100-Jahres-Anleihe in Vorbereitung
  • KI-Investitionen sollen sich in 2026 verdoppeln

Die Google-Mutter holt sich frisches Kapital in noch nie dagewesenem Ausmaß. Allein am Montag flossen 20 Milliarden Dollar über den US-Anleihemarkt in die Kassen – bei einer Nachfrage von über 100 Milliarden Dollar. Doch das ist erst der Anfang: Alphabet plant erstmals auch Emissionen in britischen Pfund und Schweizer Franken. Besonders pikant: Eine der geplanten Anleihen soll eine Laufzeit von 100 Jahren haben.

Die massiven Kapitalaufnahmen haben einen klaren Grund. Der Konzern will in diesem Jahr zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar investieren – doppelt so viel wie 2025. Das Geld fließt vor allem in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Die ursprünglich geplanten 15 Milliarden Dollar am US-Markt wurden wegen der enormen Nachfrage um fünf Milliarden aufgestockt.

Historische Jahrhundertanleihe geplant

Die geplante 100-Jahres-Anleihe in britischen Pfund wäre ein seltener Schritt. Im Tech-Sektor sind solche Laufzeiten nahezu unbekannt – IBMs Emission von 1996 bleibt eine der wenigen Ausnahmen. Im Pfund-Markt haben bisher nur die Universität Oxford, der Energiekonzern EDF und der Wellcome Trust zu solchen Konditionen Kapital aufgenommen.

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Ein mit der Transaktion vertrauter Banker erklärt die Strategie: Alphabet will den Investorenkreis erweitern, um nicht ständig auf den US-Dollar-Markt zurückgreifen zu müssen. Bei den enormen Kapitalbedarfen der großen Tech-Konzerne könnte sonst ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entstehen. Zudem sind die Zinsen im Pfund-Markt für hundertjährige Anleihen niedriger als im Dollar-Markt.

Die Londoner Emission soll fünf Laufzeiten von 3 bis 100 Jahren umfassen, das Schweizer Angebot Laufzeiten von 3 bis 25 Jahren. Die Bepreisung könnte bereits heute erfolgen. Das Gesamtvolumen der europäischen Anleihen ist noch nicht bekannt.

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Effizienz steigt, aber auch der Gesamtverbrauch

Parallel veröffentlicht Google erstmals Details zum Energieverbrauch seiner KI-Systeme. Eine Textabfrage bei Gemini verbraucht im Median 0,24 Wattstunden – etwa so viel wie ein Fernseher in neun Sekunden. Hinzu kommen 0,03 Gramm CO2 und rund 0,26 Milliliter Wasser für die Kühlung.

Innerhalb eines Jahres sank der Energieverbrauch pro Abfrage um das 33-Fache, der CO2-Ausstoß um das 44-Fache. Möglich wurde dies durch optimierte Hardware und effizientere Modelle. Kritiker verweisen allerdings auf das Jevons-Paradox: Sinkende Kosten pro Abfrage könnten dazu führen, dass KI häufiger eingesetzt wird – und der Gesamtverbrauch trotz Effizienzgewinnen steigt.

Die Alphabet-Aktie reagierte vorbörslich unaufgeregt und notierte bei 324,80 Dollar stabil. Die Anleiheemissionen unterstreichen die Entschlossenheit des Konzerns, im KI-Wettlauf ganz vorn mitzuspielen.

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Über Dieter Jaworski 1431 Artikel

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Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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