Die Google-Mutter holt sich frisches Kapital in noch nie dagewesenem Ausmaß. Allein am Montag flossen 20 Milliarden Dollar über den US-Anleihemarkt in die Kassen – bei einer Nachfrage von über 100 Milliarden Dollar. Doch das ist erst der Anfang: Alphabet plant erstmals auch Emissionen in britischen Pfund und Schweizer Franken. Besonders pikant: Eine der geplanten Anleihen soll eine Laufzeit von 100 Jahren haben.
Die massiven Kapitalaufnahmen haben einen klaren Grund. Der Konzern will in diesem Jahr zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar investieren – doppelt so viel wie 2025. Das Geld fließt vor allem in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Die ursprünglich geplanten 15 Milliarden Dollar am US-Markt wurden wegen der enormen Nachfrage um fünf Milliarden aufgestockt.
Historische Jahrhundertanleihe geplant
Die geplante 100-Jahres-Anleihe in britischen Pfund wäre ein seltener Schritt. Im Tech-Sektor sind solche Laufzeiten nahezu unbekannt – IBMs Emission von 1996 bleibt eine der wenigen Ausnahmen. Im Pfund-Markt haben bisher nur die Universität Oxford, der Energiekonzern EDF und der Wellcome Trust zu solchen Konditionen Kapital aufgenommen.
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Ein mit der Transaktion vertrauter Banker erklärt die Strategie: Alphabet will den Investorenkreis erweitern, um nicht ständig auf den US-Dollar-Markt zurückgreifen zu müssen. Bei den enormen Kapitalbedarfen der großen Tech-Konzerne könnte sonst ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entstehen. Zudem sind die Zinsen im Pfund-Markt für hundertjährige Anleihen niedriger als im Dollar-Markt.
Die Londoner Emission soll fünf Laufzeiten von 3 bis 100 Jahren umfassen, das Schweizer Angebot Laufzeiten von 3 bis 25 Jahren. Die Bepreisung könnte bereits heute erfolgen. Das Gesamtvolumen der europäischen Anleihen ist noch nicht bekannt.
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Effizienz steigt, aber auch der Gesamtverbrauch
Parallel veröffentlicht Google erstmals Details zum Energieverbrauch seiner KI-Systeme. Eine Textabfrage bei Gemini verbraucht im Median 0,24 Wattstunden – etwa so viel wie ein Fernseher in neun Sekunden. Hinzu kommen 0,03 Gramm CO2 und rund 0,26 Milliliter Wasser für die Kühlung.
Innerhalb eines Jahres sank der Energieverbrauch pro Abfrage um das 33-Fache, der CO2-Ausstoß um das 44-Fache. Möglich wurde dies durch optimierte Hardware und effizientere Modelle. Kritiker verweisen allerdings auf das Jevons-Paradox: Sinkende Kosten pro Abfrage könnten dazu führen, dass KI häufiger eingesetzt wird – und der Gesamtverbrauch trotz Effizienzgewinnen steigt.
Die Alphabet-Aktie reagierte vorbörslich unaufgeregt und notierte bei 324,80 Dollar stabil. Die Anleiheemissionen unterstreichen die Entschlossenheit des Konzerns, im KI-Wettlauf ganz vorn mitzuspielen.
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