Alphabet steht vor einer juristischen Zerreißprobe. Neben zwei historischen Kartellurteilen rollt nun eine Welle von Massenschiedsverfahren auf den Tech-Giganten zu, die das Unternehmen Milliarden kosten könnte. Während das operative Geschäft Rekorde bricht, wächst das Risiko eines erzwungenen Umbaus des Werbeimperiums.
Zwei Fronten, ein Risiko
Auslöser der neuen Schadensersatzforderungen sind zwei weitreichende Gerichtsurteile. Im Suchmaschinen-Geschäft stellte Richter Amit Mehta bereits fest, dass Google seine Dominanz durch milliardenschwere Zahlungen an Partner wie Apple illegal aufrechterhält. Zwar blieb ein erzwungener Verkauf von Chrome oder Android aus, allerdings muss Google künftig Suchdaten mit Konkurrenten teilen.
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Parallel dazu droht im Werbetechnologie-Sektor ein noch härterer Einschnitt. Richterin Leonie Brinkema urteilte, dass Google den Markt für Publisher-Ad-Server und Werbebörsen illegal monopolisiert hat. Der Konzern zwang Publisher faktisch dazu, beide Produkte zu nutzen, um Zugang zur dominanten Plattform zu behalten. Das Urteil über mögliche strukturelle Maßnahmen ist überfällig. Marktbeobachter rechnen in den kommenden Tagen mit einer Entscheidung. Im Raum steht die größte erzwungene Zerschlagung eines US-Unternehmens seit AT&T im Jahr 1984.
Rekordzahlen trotz Gegenwind
Operativ lässt sich der Konzern von den juristischen Auseinandersetzungen bisher nicht bremsen. Im Gegenteil: Die Integration von Künstlicher Intelligenz treibt die Nutzung der Google-Suche weiter an, statt sie zu kannibalisieren. Die Eckdaten des abgelaufenen Geschäftsjahres 2025 unterstreichen diese Entwicklung:
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- Konzernumsatz: Erstmals über 400 Milliarden US-Dollar
- Suchmaschinen-Erlöse: 224,5 Milliarden US-Dollar
- Nettogewinn: 132,17 Milliarden US-Dollar (+32 Prozent)
- Investitionen (CapEx): 91,44 Milliarden US-Dollar (+74 Prozent)
Für das Jahr 2026 plant CEO Sundar Pichai sogar Investitionen von bis zu 185 Milliarden US-Dollar. Diese enormen Ausgaben für die KI-Infrastruktur belasten zwar kurzfristig den freien Cashflow, sichern aber die technologische Basis für künftiges Wachstum. Die Aktie spiegelt diese operative Stärke deutlich wider. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein massives Plus von über 95 Prozent und ging am Montag bei 273,45 Euro aus dem Handel.
Der Blick auf den 29. April
Die kommenden Wochen bündeln gleich mehrere entscheidende Ereignisse für Aktionäre. Neben dem erwarteten Gerichtsbeschluss zur Werbesparte legt Alphabet am 29. April die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dieser Bericht liefert konkrete Daten darüber, ob die Wachstumsdynamik in der Suche und im Cloud-Geschäft im neuen Geschäftsjahr anhält. Während sich die Berufungsprozesse voraussichtlich noch bis 2028 vor dem Supreme Court hinziehen werden, liefert der anstehende Quartalsbericht zeitnahe Fakten zur fundamentalen Geschäftsentwicklung.
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