Google steht unter Druck – und das gleich an mehreren Fronten. Während der Konzern im Heimatmarkt teure Vergleiche schließen muss, eskaliert in Kanada ein Handelsstreit mit politischer Sprengkraft. Gleichzeitig sorgt ein missglücktes Software-Update für Ärger bei den eigenen Kunden.
Die teuerste Nachricht kommt aus Kalifornien: Am 28. Januar 2025 hat Google einen Vergleich über 135 Millionen Dollar geschlossen. Smartphone-Nutzer hatten dem Konzern vorgeworfen, über das Android-Betriebssystem seit November 2017 ohne Erlaubnis mobile Daten abgegriffen zu haben – selbst bei geschlossenen Apps oder deaktivierter Standortfreigabe. Die Daten flossen in Produktentwicklung und gezielte Werbekampagnen. Das Bundesgericht in San Jose muss dem Deal noch zustimmen, doch Google gibt kein Fehlverhalten zu. Pro Nutzer sind maximal 100 Dollar Entschädigung drin, während die Anwälte der Kläger bis zu 39,8 Millionen Dollar kassieren könnten.
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Diplomatischer Druck aus Ottawa
Parallel dazu spitzt sich die Lage in Kanada zu. Seit 2023 blockiert Meta nach dem Inkrafttreten des Online News Act sämtliche journalistischen Inhalte auf Facebook und Instagram. Jetzt wird der Streit zum „Handelshindernis“ für die Trump-Regierung, die das kanadische Gesetz als diskriminierend gegenüber US-Digitalkonzernen betrachtet. Handelsbeauftragte Jamieson Greer hat bereits klargemacht: Die anstehende Überprüfung des Handelsabkommens CUSMA hängt von der Lösung solcher Konflikte ab.
Ottawa führt nun Vorgespräche mit Meta, um Nachrichten zurück auf die Plattformen zu bringen. „Wir wollen die News zurück. Wie wir dorthin kommen, ist noch offen“, erklärte Alisson Lévesque vom kanadischen Identitätsministerium. Während Google bereits Ende 2023 mit einem Vergleich über 100 Millionen Dollar jährlich einlenkte, bleibt Meta hart: News-Inhalte hätten für den Konzern schlicht keinen kommerziellen Wert.
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Technische Pannen beim Pixel-Update
Doch nicht nur rechtlich, auch technisch läuft es holprig. Seit dem 12. Januar 2026 rollt Google das Januar-Update mit Android 16 für seine Pixel-Smartphones aus – mit katastrophalen Folgen. Zahlreiche Nutzer berichten von ausgefallenen WLAN- und Bluetooth-Verbindungen nach der Installation. Andere warten noch immer vergeblich auf das Update. Ein Eigentor für den Konzern, der mit der Pixel-Reihe eigentlich Googles technische Kompetenz unter Beweis stellen will.
Die Häufung der Probleme dürfte Investoren nervös machen. Zwar arbeitet Alphabet weiter an seiner Marktführerschaft – doch die Kosten für Rechtsstreitigkeiten und Image-Schäden durch Software-Pannen summieren sich. Bleibt abzuwarten, wie sich die verschiedenen Baustellen auf die Quartalszahlen auswirken werden.
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