Der Hunger nach Rechenleistung treibt die Kosten für Künstliche Intelligenz in astronomische Höhen. Alphabet steuert nun mit einer neuen Technologie massiv gegen. Ein am Dienstag vorgestellter Algorithmus soll den Speicherbedarf drastisch senken und gleichzeitig die Geschwindigkeit vervielfachen. Das könnte die Margen des Tech-Giganten nachhaltig verändern.
Effizienz als neuer Wettbewerbsvorteil
Im Zentrum der jüngsten operativen Fortschritte steht „TurboQuant“. Auf dem hauseigenen KI-Gipfel präsentierte Google diesen neuen Algorithmus zur Speicherkomprimierung. Die Versprechen sind enorm: Der Arbeitsspeicherbedarf von KI-Modellen soll auf ein Sechstel sinken, während sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit verachtfacht. Angesichts der rasant steigenden Hardware- und Energiekosten für große Sprachmodelle verschafft dies den hauseigenen Tensor Processing Units (TPUs) einen entscheidenden strukturellen Kostenvorteil.
Parallel dazu baut der Konzern sein kommerzielles Angebot aus. Mit „Veo 3.1 Lite“ ging eine günstigere Version des KI-Videogenerators an den Start, die hochauflösende Clips zu weniger als der Hälfte der bisherigen Kosten ermöglicht. Gleichzeitig meldete Alphabet Vollzug bei einer historischen Übernahme. Die 32 Milliarden US-Dollar schwere Integration des Cloud-Sicherheitsanbieters Wiz ist abgeschlossen und soll gezielt Bedrohungen bei KI-gestützten Arbeitslasten abwehren.
Marktumfeld und Ausblick
Das positive Marktumfeld lieferte dem Technologiesektor in dieser Woche zusätzlichen Rückenwind. Entspannungssignale auf geopolitischer Ebene trieben den Nasdaq Composite um fast vier Prozent nach oben. Davon profitierte auch der Google-Mutterkonzern, dessen Aktie am Dienstag bei 248,80 Euro aus dem Handel ging und damit auf ein starkes Plus von knapp 71 Prozent auf Sicht der vergangenen zwölf Monate blickt. Routinemäßige, vorab geplante Aktienverkäufe von CEO Sundar Pichai im Wert von rund 20 Millionen US-Dollar fielen dabei nicht ins Gewicht.
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 23. April 2026. An diesem Tag präsentiert Alphabet die Zahlen für das erste Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn von 2,64 US-Dollar je Aktie – ein Plus von 23 Prozent zum Vorjahr – bei einem Umsatz von rund 113 Milliarden US-Dollar. Die wichtigste Kennzahl wird jedoch die Investitionsplanung sein. Das Unternehmen plant für 2026 Ausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar. Die neuen Effizienzgewinne durch TurboQuant müssen nun beweisen, dass sie diese Verdopplung der Hardware-Investitionen in der Cloud-Sparte profitabel abfedern können.
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