Alphabet steht derzeit unter Zugzwang und baut den Konzern an entscheidenden Stellen um. Während der Tech-Gigant seine Robotik-Sparte direkt in das Google-Imperium eingliedert und massive Investitionen in grüne Energie für Rechenzentren tätigt, wächst der regulatorische Druck in Europa. Investoren müssen nun bewerten, wie effizient diese Neuausrichtung inmitten strengerer EU-Vorgaben gelingt.
Integration der Robotik-Sparte
Alphabet strafft seine Strukturen, um die Entwicklung künstlicher Intelligenz zu beschleunigen. Das Unternehmen gab bekannt, dass die Robotik-Software-Tochter „Intrinsic“ vollständig in Google integriert wird. Intrinsic, das zuvor als eigenständiges Unternehmen unter den „Other Bets“ lief, soll nun direkten Zugriff auf Googles Kerntechnologien erhalten.
Das Ziel dieser Maßnahme ist die Verzahnung der Intrinsic-Plattform „Flowstate“ mit den leistungsstarken Gemini-Modellen und Google DeepMind. Wendy Tan White, CEO von Intrinsic, begründete den Schritt damit, das Potenzial der „physischen KI“ für die Fertigungsindustrie besser ausschöpfen zu wollen. Strategisch bedeutet dies eine Abkehr von experimentellen Strukturen hin zu einer fokussierten Anwendung von KI in der Industrie.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alphabet?
Energieversorgung im politischen Fokus
Parallel zur Software-Offensive muss Alphabet die immense Energieversorgung für seine KI-Rechenzentren sichern, ohne dabei politisch anzuecken. Das Unternehmen kündigte den Bau eines neuen Rechenzentrums in Minnesota an, das durch Wind-, Solar- und Batteriespeicher versorgt werden soll. Auch in Texas wurden langfristige Verträge unterzeichnet, bei denen Google die Infrastrukturkosten übernimmt, um die lokalen Stromnetze und Verbraucher nicht zu belasten.
Dieser Schritt erfolgt vor einem wichtigen Termin: Am 4. März treffen sich Vertreter von Alphabet und anderen Tech-Größen wie Microsoft und Amazon im Weißen Haus. Dort soll ein Abkommen unterzeichnet werden, in dem sich die Konzerne verpflichten, ihren eigenen Strombedarf zu decken. Dies ist eine direkte Reaktion auf die Kritik am steigenden Stromverbrauch der Branche.
Regulatorischer Druck in der EU
Während in den USA die Infrastruktur ausgebaut wird, droht in Europa Ungemach. Google bereitet laut Berichten Tests vor, um die Darstellung von Suchergebnissen in der EU anzupassen. Damit reagiert der Konzern auf den Digital Markets Act (DMA) und Vorwürfe, eigene Dienste bei der Suche nach Hotels oder Flügen zu bevorzugen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alphabet?
Die Anpassungen sollen Konkurrenten prominenter platzieren, um drohende Strafzahlungen abzuwenden. Bei Verstößen gegen den DMA riskieren Unternehmen Bußgelder von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – ein finanzielles Risiko, das Alphabet durch die Neugestaltung der Suchanzeigen minimieren will.
Marktlage und Ausblick
Die Aktie reagiert auf diesen Nachrichtenmix verhalten und notiert aktuell bei 259,50 Euro, was einem Tagesverlust von rund 2 Prozent entspricht. Damit hat sich das Papier deutlich von seinem 52-Wochen-Hoch entfernt.
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 23. April 2026, wenn Alphabet die Bücher öffnet. Bis dahin bleibt der Fokus auf der Umsetzung der kostspieligen KI-Strategie, für die das Unternehmen allein für 2026 Ausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar veranschlagt hat.
Alphabet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alphabet-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Alphabet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alphabet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alphabet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


